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Ausbildungsqualität
15.05.2018

Wie Sie erfolgreich und achtsam führen

Ein Führungsstil, der ausschließlich kurzfristigen Erfolg in den Vordergrund stellt und auf Leistungsdruck basiert, ist nicht mehr zeitgemäß. Der aktuelle Trend für einen zeitgemäßen Führungsstil setzt vor allem auf Achtsamkeit. Aber was bedeutet das für Sie als Ausbilder?

Die Zufriedenheit und Kreativität von Mitarbeitern und Auszubildenden steht immer mehr im Vordergrund des Führungsverhaltens. Grund dafür sind Erkenntnisse darüber, dass eine größere Zufriedenheit auch ohne Leistungsdruck zu einem höheren Erfolg führt.

Dazu kommt der Bewerber- und Fachkräftemangel, der es erforderlich macht, auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Azubis einzugehen. Wer diese Zufriedenheit erzeugen will, sollte als Ausbilder und Ausbildungsverantwortlicher vor allem auf Achtsamkeit – und damit auf folgende 3 Erfolgsfaktoren setzen:

Erfolgsfaktor 1: Empathie

Zeigen Sie an Ihren Auszubildenden echtes Interesse. Als empathisch gilt, wer in der Lage ist, sich in andere Menschen – in Ihrem Fall also auch in die Azubis – hineinzuversetzen. Welches Problem hat der Auszubildende wirklich? Was bewegt ihn in einem bestimmten Zusammenhang? Diese Fragen beantworten Sie sich vor allem dann, wenn Sie mit dem Azubi immer wieder und regelmäßig kommunizieren.

Durch die Nähe, die sich dadurch entwickelt, werden Sie in die Lage versetzt, die beruflichen Herausforderungen mit den Augen des Auszubildenden zu sehen. Es wird erkennbar, welche Erwartungshaltung er an seinen Beruf, an das Ausbildungsunternehmen und an Sie hat. Das macht es Ihnen leichter, Entscheidungen zu treffen und unterschiedliche Herangehensweisen und Auffassungen zu berücksichtigen.

Erfolgsfaktor 2: Präsenz

Sie sollten Zeit investieren, um Präsenz zu zeigen und zu beweisen. Stehen Sie als Ansprechpartner für den Auszubildenden zur Verfügung! Wenn Sie einmal verhindert sind, muss der Azubi wissen, an wen er sich wenden kann und wann Sie wieder erreichbar sind.

In jedem Gespräch schenken Sie dem Auszubildenden uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Sie wenden sich ihm zu, Sie kommunizieren auch nonverbal und lassen sich von nichts ablenken. Fragen Sie sich selbst, ob Sie den Worten Ihres Auszubildenden genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie denen Ihres Chefs. Seien Sie kritisch mit sich selbst und testen Sie Ihre Aufmerksamkeit, indem Sie im Anschluss an ein Gespräch mit einem Azubi dessen Thesen gedanklich noch einmal zusammenfassen. Das trainiert.

 

Erfolgsfaktor 3: Wertschätzung

Nehmen Sie Ihre Auszubildenden so an, wie sie sind. Im Gespräch versuchen Sie, die Aussage eines Azubis nicht sofort zu bewerten – auch wenn sie ganz offensichtlich nicht Ihrer Meinung entspricht. Lassen Sie den Auszubildenden ausreden und nehmen Sie auch die Aspekte auf, die Anhaltspunkte bieten, inhaltlich doch noch zusammenzufinden.

Auch wenn Sie die Auffassung Ihres Auszubildenden nicht teilen, nehmen Sie sie voll und ganz ernst. Machen Sie die Unterschiede zu Ihrer Argumentation deutlich und zeigen Sie dadurch, wie genau Sie Ihrem Auszubildenden zugehört haben. Damit beweisen Sie Wertschätzung und führen – trotz gegensätzlicher Meinungen – mit Achtsamkeit.

Wie Sie als Ausbilder noch erfolgreicher werden, erfahren Sie hier…

Autor: Martin Glania

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