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Motivation
11.09.2018

Wie Sie die Eigeninitiative Ihrer Azubis fördern

Auszubildende dürfen auch mal etwas fordern – gerade dann, wenn sie Leistung bringen. Sie sollten Vorschläge machen, ihr Wissen einbringen und Eigeninitiative zeigen. Manch einer nutzt diese Chance nicht. Das sollten Sie ändern. Wie genau Sie dabei vorgehen, sollten Sie davon abhängig machen, welchen Azubi-Typen Sie vor sich haben.

Typ 1: Er braucht Zeit zum Einleben

Manche Auszubildende kommen sofort klar, wenn sie die Ausbildung beginnen oder die Abteilung wechseln. Manche brauchen länger, um sich einzuleben. Es gibt junge Menschen, die mehrere Wochen Zeit benötigen, um sich in ihrem Arbeitsumfeld wohlzufühlen.

So handeln Sie: Beobachten Sie einen solchen Auszubildenden genau. Versuchen Sie, Änderungen im Verhalten wahrzunehmen. Auch wenn der Prozess möglicherweise lange dauert, können Sie beim allmählichen Auftauen sicher sein, dass dieser Azubi immer mehr Selbstbewusstsein zeigen wird.

Typ 2: Er traut sich nicht

Ganz anders sieht es bei einem schüchternen Azubi aus. Er ist insgesamt wenig selbstbewusst. Er würde niemals von sich aus Vorschläge machen oder gar Forderungen stellen. Das bedeutet: Ein solcher Auszubildender ist ein Fall für Sie!

So handeln Sie: Versuchen Sie, allmählich Vertrauen aufzubauen, und führen Sie mit ihm öfter als mit anderen Gespräche. Finden Sie so heraus, was dem Auszubildenden besonders gefällt und bei welchen Themen er eher auftaut. Wenn Sie anschließend die Ausbildung danach ausrichten und er künftig an seinem Arbeitsplatz besonders sensible Kollegen und Ausbilder hat, wird er Selbstvertrauen entwickeln.

 

Typ 3: Er ist auch so zufrieden

Einen ähnlichen Eindruck haben Sie vielleicht vom Auszubildenden-Typ 3. Allerdings täuscht dieser Eindruck. Denn hier liegt es nicht an mangelndem Selbstbewusstsein, dass er nicht so recht aus sich herauskommt und vieles mit sich selbst ausmacht. Vielmehr ist dieser Azubi mit der Gesamtsituation einfach zufrieden. Es kann durchaus sein, dass dieser Azubi trotz seiner Zurückhaltung begeistert von seiner Ausbildung ist. Selbst dann, wenn er nur wenige soziale Kontakte im Betrieb hat, ist das möglich.

So handeln Sie: Nutzen Sie das Potenzial eines solchen Auszubildenden und geben Sie ihm Aufgaben, die er mit seiner in sich ruhenden Art lösen kann. Größere Sorgen brauchen Sie sich um ihn nicht zu machen. Allerdings sollten Sie ihn gezielt in soziale Aktivitäten integrieren. Das kann im Rahmen von gemeinsamen Azubi-Runden, Betriebsausflügen oder Ausbilder-Azubi-Events geschehen. Denken Sie daran: Auch dieser Auszubildende wird in seinem Berufsleben auf Situationen stoßen, in denen es auf Teamwork ankommt.

Autor: Martin Glania

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