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Ausbildungsmarketing
22.08.2018

Wie das ganze Unternehmen von einem Azubi-Gesundheitsprojekt profitiert

Als Ausbilder haben Sie natürlich ein Interesse daran, dass Ihre Schützlinge gesund bleiben. Der Geschäftsführung geht es nicht anders. Zumal: Wenn ein Betrieb in die Gesundheit seiner Auszubildenden investiert, dann kann man nun wirklich von einer langfristigen und sinnvollen Investition sprechen.

Das Unternehmen profitiert von weniger Krankheitstagen, der besseren Fitness und einem Gesundheitszustand, der zu guter Arbeitsqualität und einem angenehmen Betriebsklima beiträgt. Immer mehr Ausbildungsunternehmen und Arbeitgeber in der Industrie gehen generell dazu über, selbst etwas für die Gesundheit der Belegschaft zu tun. Hierzu können auch Auszubildendenprojekte initiiert werden.

Vorbildlich hat das beispielsweise die Johann Heinrich Bornemann GmbH, ein Pumpenhersteller aus Niedersachsen, im Rahmen ihrer betrieblichen Gesundheitsförderung getan. Dort hat eine Gruppe Auszubildender im Unternehmen mehrere Oasen eingerichtet, wo Trinkwasser, das für alle Mitarbeiter kostenlos zugänglich ist, platziert wurde. Zudem wurden dort Äpfel, Bananen, Kiwis, Apfelsinen und Birnen angeboten.

Eine andere Gruppe war zuständig für die Gestaltung der Pausen. Sie errichtete auf dem Firmengelände und damit an der frischen Luft verschiedene komfortable Sitz- und Liegemöglichkeiten.

Die Vorteile für Ihre Ausbildungsarbeit

  • Ein solches Projekt bewirkt in der Regel eine hohe Motivation aller Beteiligten.
  • Sie als Ausbilder lernen Ihre Azubis von einer anderen Seite kennen und registrieren Stärken sowie Schwächen, die vorher nicht feststellbar waren.
  • Im Rahmen der Projektarbeit lernen Ihre Azubis, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen im Team zu fällen.
  • Das Projekt lässt sich dauerhaft fortführen und auf nachfolgende Azubi-Generationen übertragen.
  • Letzten Endes profitieren alle Mitarbeiter von dem Projekt.

So profitieren Ihre Azubis selbst

Alternativ zu einem Projekt, das Ihre Azubis selbst durchführen, können Ihre Auszubildenden auch selbst von einem Gesundheitsprojekt, das Sie als Ausbilder initiieren, profitieren. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Azubis selbst gesundheitlich betätigen.

Beispielsweise könnten Sie mit einem Sportverein oder einem Fitnessstudio bzw. einer entsprechenden Kette kooperieren. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird man Ihnen als Ausbildungsbetrieb Sonderkonditionen einräumen, wenn Sie so für eine regelmäßige Teilnahme sorgen.

 

Mein Tipp: Schlagen Sie als Ausbilder Ihrer Geschäftsleitung ein entsprechendes Projekt vor und sprechen Sie entsprechende Maßnahmen mit der Personalabteilung ab. Machen Sie dabei im Einzelnen deutlich, welche Vorteile Sie darin für die Beteiligten sehen.

Bereiten Sie das Gespräch mit der Geschäftsleitung gewissenhaft vor und beachten Sie dabei folgende Aspekte:

 

Warum ist ein solches Projekt sinnvoll?

  • zu hoher Krankenstand, der sich möglicherweise verschlechtert hat
  • positive Auswirkungen auf den Gesundheitszustand, auch mittel- und langfristig
  • Fitnesszustand lässt für manche Arbeiten zu wünschen übrig
  • Wunsch einzelner Azubis, sich sportlich betätigen zu wollen
  • Bindung der Auszubildenden, denen man damit etwas Gutes tut, an das Ausbildungsunternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels

Was Sie selbst beitragen könnten

  • Ermittlung der Interessen der Auszubildenden bzw. Sammeln konkreter Vorschläge
  • Anruf bei einer oder mehreren Krankenkassen und Klärung, ob es möglicherweise entsprechende Projekte gibt, in die die Azubis einsteigen könnten
  • konkrete Nachfrage bei einem Fitnessstudio (auch bezüglich der Kosten und möglicher Sonderkonditionen)
  • Kalkulieren der Gesamtkosten

Was konkret mit der Geschäftsleitung zu klären ist

  • Besteht grundsätzliches Interesse an einem solchen Projekt?
  • Lässt sich ein Gesundheitsprojekt möglicherweise im Hause, gegebenenfalls. während der Arbeitszeit, durchführen?
  • Ist ein solches Projekt auf die gesamte Belegschaft ausdehnbar?
  • Können (Teile der) Kosten übernommen werden?
Autor: Günter Stein

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