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Ausbildungsqualität
16.08.2019

Wichtig: Kurzeinweisungen für neue Azubis

An den ersten Ausbildungstagen sind einige Formalien fällig. Damit es keine unschönen Überraschungen gibt, sollten Sie  gleich zu Beginn die eine oder andere Kurzschulung bzw. Kurzeinweisung geben und durch Unterschrift vom Azubi bestätigt werden. So sichern Sie sich gleich 4-fach ab:

Absicherung 1: Senkung der Gefahr von Arbeitsunfällen

Es gibt Branchen, in denen ist die Gefahr eines Arbeitsunfalls besonders hoch. Sind Sie und die Azubis in so einem Betrieb oder generell in einem gefahrengeneigten Beruf tätig, dann sollten Sie sie sofort über potenzielle Unfallgefahren aufgeklären. Dabei geht es nicht um detailliertes Wissen in Sachen Arbeitssicherheit – das sollte unmittelbar vor den einzelnen Tätigkeiten und Ausbildungsabschnitten vermittelt werden. Es geht dabei grundsätzlich um die größten Gefahrenherde für Arbeitsunfälle im Betrieb und es geht um Aufklärung, wie Unfälle zu vermeiden sind.

Absicherung 2: Verhindern von Datenschutzpannen

Der häufig laxe Umgang von jungen Menschen mit den eigenen (und teilweise auch fremden) Daten macht eine rasche Beschäftigung mit diesem Thema notwendig. Jeder Azubi sollte über Betriebsgeheimnisse, Personaldaten und generell über den Umgang mit internen Informationen unterrichtet werden.

Wichtig ist dabei auch, dass jeder Ihre Regeln für das Fotografieren und Filmen im Betrieb sowie für das Veröffentlichen des Materials in sozialen Netzwerken kennt.

Absicherung 3: Förderung des sorgfältigen Umgangs mit Betriebseigentum

Wo können größere Schäden entstehen, wenn nicht sorgsam gearbeitet wird? Was können die Folgen sein, wenn mit Betriebseigentum unangemessen umgegangen wird? Einen sorgfältigen Umgang mit Maschinen und sonstiger Technik können Sie von Beginn an von jedem Azubi verlangen. Bei Unklarheiten sollten Sie für Fragen zur Verfügung stehen.

Absicherung 4: Sie vermeiden Interessenkonflikte

Immer mehr Ausbildungsbetriebe wollen bei der Einstellung von Azubis (wie von anderen Mitarbeitern auch) die Bestätigung haben, dass Interessenkonflikte vermieden werden oder dass professionell mit ihnen umgegangen wird. Hierbei geht es darum, Entscheidungen grundsätzlich so zu treffen, dass das Unternehmen profitiert und keiner 3. Person (beispielsweise Verwandten des Azubis, die bei einem potenziellen Lieferanten arbeiten) gezielt ein Vorteil verschafft wird. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen.

Ein Beitrag von Autor Martin Glania.

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