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Recruiting
26.08.2018

Wie Sie Snapchat für Ihr Azubi-Recruiting nutzen

Snapchat ist ein nicht zu unterschätzender Kanal für Ihr Azubi-Marketing. Global gesehen ist Snapchat das derzeit am schnellsten wachsende soziale Netzwerk und zählt mittlerweile 200 Millionen User. In Deutschland ist der Trend zwar noch verhaltener. Trotzdem steigen auch hierzulande die Nutzerzahlen und das grundsätzliche Interesse für das Medium.

Wie Snapchat funktioniert

Snapchat ist ein kostenloser Messaging-Dienst, über den die Nutzer Fotos und Videos verschicken können, die vorher mit verschiedenen Features bearbeitet wurden – verschiedene Filter, Emojis oder Angabe der Uhrzeit. Der Clou an der ganzen Sache: Die einzelnen Fotos und Videos sind nur 10 Sekunden verfügbar. Danach werden sie wieder gelöscht.

Für Unternehmen interessant: die Funktion Snapchat Storys

Anders sieht es bei Snapchat Storys aus. Mithilfe von Storys können Sie als User einzelne Snaps zu einer Geschichte verbinden. Hier können sich die Follower chronologisch durchscrollen und so auf dem Laufenden bleiben. Die Inhalte stehen genau 24 Stunden zur Verfügung, unabhängig davon, wie oft sie geöffnet werden.

Mit dieser Funktion können Sie experimentieren, z.B.:

  • Als Agentur könnten Sie einen menschlichen Einblick in den Büroalltag geben.
  • Als Unternehmen aus der Kosmetik-Branche posten Sie Make-up-Tutorials.
  • Rezeptinhalte bieten sich an, wenn Ihr Unternehmen Lebensmittel produziert.

Diese 5 Gründe sprechen für Snapchat

1. Nirgendwo anders erreichen Sie Jugendliche besser

Laut der Umfrage „Talking Stocks with Teens“ spielt Snapchat bei Jugendlichen eine immer wichtigere Rolle. Nach Instagram und Twitter liegt das Unternehmen auf Platz 3 und somit noch vor Facebook! Hier könnten beispielsweise die aufwendige Pflege einer Facebook-Fanpage, dafür aber der Verzicht auf ein Snapchat-Profil eine Fehlentscheidung sein.

2. Sie profitieren von der Vorreiterrolle in Deutschland

Auch wenn sich Snapchat global schon viel stärker durchgesetzt hat, gehören Sie in Deutschland immer noch zu den Vorreitern. Denn während fast jedes auf Social Media aktive Unternehmen über einen Facebook-Auftritt verfügt, nutzen gerade einmal 2 % Snapchat.

 

3. Hier können Sie experimentieren

Snapchat ist ein perfekter Kanal, wenn Sie daran interessiert sind, Dinge einfach auch mal auszuprobieren. Nutzen Sie die Möglichkeit, auf diese Weise eine Experimentierkultur im Unternehmen zu fördern. Denn im Vergleich zu anderen Netzwerken ist die Atmosphäre auf Snapchat lockerer und entspannter. Auf Snapchat ist das – überwiegend junge – Publikum nicht so kritisch. Der Nutzer muss nicht so schnell gehässige Kommentare befürchten oder sich darüber Sorgen machen, warum das gepostete Foto keine Likes bekommt – es verschwindet ja nach 10 Sekunden, sobald es der Empfänger öffnet.

4. Sie nehmen Ihre Nutzer aktiv mit

Der große Vorteil bei Snapchat liegt darin, dass Sie Inhalte zeitgleich teilen können und die an Ihrem Unternehmen interessierten potenziellen Auszubildenden so immer mitnehmen. Wenn also z.B.

  • ein wichtiger Produktlaunch,
  • eine Messe,
  • eine spannende Veranstaltung oder
  • hochaktuelle Medienberichte anstehen, werden die Nutzer einfach mitgezogen.

5. Animieren Sie Ihr Publikum

Ein großer Vorteil ist die Exklusivität der Inhalte. Diese kann von Ihnen noch verstärkt werden, indem Sie bestimmte Inhalte ausschließlich via Snapchat anbieten, wie beispielsweise Vorabinformationen und Teaser zu vakanten Azubi-Stellen. Eine weitere Möglichkeit besteht in der direkten Interaktion mit den Nutzern.

Beispiel

Der Pflegeprodukt-Hersteller Dove startete im letzten Jahr eine Kampagne auf Snapchat zum Thema „Selbstbewusstsein“. Neben selbst verfassten Snaps rief Dove seine Followerschaft dazu auf, ihre eigenen Erfahrungen per Snaps zu teilen.

Mein Fazit für Sie

In Ihrem Unternehmen gibt es sicher unter den jüngeren Beschäftigten oder den Azubis welche, die ohnehin schon auf Snapchat aktiv sind. Delegieren Sie die Pflege des Accounts an eine oder mehrere dieser Personen. Wenn Sie sich über die Inhalte einigen, ist es der optimale Weg, Ihre zukünftigen Azubis in „ihrer Sprache“ anzusprechen.

Autor: Günter Stein

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