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Ausbildungsqualität
22.10.2018

Vorsicht, Kundenkontakt: Wie Sie Ihre Azubis vorbereiten

In nahezu jedem Ausbildungsberuf gehört der Kundenkontakt zum täglichen Geschäft. Um berufliche Handlungskompetenz zu erwerben bzw. zu vermitteln, muss er daher in der Ausbildung eingeübt werden. Das birgt Risiken – die allerdings minimiert werden können.

Auszubildende können durchaus mit ihren Handlungen Schaden anrichten. Ihnen fehlt die notwendige Erfahrung, um weitsichtig Fehler zu vermeiden. Im besonderen Maße sind die Tätigkeiten des Auszubildenden mit Risiken verbunden, die mit Kunden zu tun haben: Diese können schon einmal verärgert reagieren, wenn sich ein Fehler einschleicht oder wenn sie sich nicht zuvorkommend genug behandelt fühlen.

Daher ist es notwendig, den Kundenkontakt bei Auszubildenden gewissenhaft vorzubereiten. Die folgenden 4 Regeln geben Ihnen hierfür wichtige Anhaltspunkte:

Regel 1: Pünktlichkeit ist oberstes Gebot

Pünktlichkeit gehört zu den typischen deutschen Tugenden, über die oft gelächelt wird. Trotzdem sollte der Azubi die Einhaltung von Terminen im Umgang mit Kunden keineswegs auf die leichte Schulter nehmen. Das gilt zum einen, wenn ein Kunde zu einer Besprechung ins Ausbildungsunternehmen eingeladen wurde und der Azubi dabei sein darf. Und es gilt natürlich erst recht, wenn eine externe Einladung des Kunden wahrgenommen wird. Kunden sollte man niemals warten lassen – als Azubi schon gar nicht.

Regel 2: Ordnung und Sauberkeit müssen sein

Noch ein Klassiker: Wenn ein Auszubildender für einen Kunden aktiv wird, sollte er genau darauf achten, das Eigentum des Kunden wertzuschätzen. Er muss sorgfältig arbeiten, auf Ordnung achten und dem Kunden sein Eigentum in optimalem Zustand zurückgeben. War der Azubi beim Kunden vor Ort aktiv, dann sollte der genutzte Arbeitsplatz in einwandfreiem Zustand verlassen werden. Trichtern Sie Ihren Auszubildenden ein, dass das unumgänglich ist.

 

Regel 3: Zurückhaltung statt Plauderei

Manche Kundentermine sind von besonderer Brisanz. Wenn Sie einen Azubi zu einem solchen Termin mitnehmen, ist das eine besondere Wertschätzung. Umso wichtiger ist, dass der Azubi eine spezielle Einweisung erhält: Warum ist dieser Kunde wichtig? Was darf er auf gar keinen Fall erfahren? Welche Interna gehören grundsätzlich nicht in Kundengespräche? Stellen Sie sich vor, ein Auszubildender plaudert die Angebotspreise der Konkurrenz aus. Das kann hohen Schaden anrichten. Machen Sie anhand dieses Beispiels deutlich, dass vornehme Zurückhaltung manchmal die bessere Alternative ist.

Regel 4: Der Kunde ist König

Von den Kunden eines Unternehmens hängt viel ab – beispielsweise die Arbeits- und Ausbildungsplätze. Ohne Kunden gibt es keine Einnahmen und ohne Einnahmen keine schwarzen Zahlen. Diese einfache Logik versteht jeder Auszubildende und macht jungen Mitarbeitern klar, dass der Kunde auch dann König ist, wenn er nicht sonderlich nett ist. Grundsätzlich sollten sich Auszubildende gegenüber jedem Kunden freundlich und dankbar zeigen.

Autor: Martin Glania

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