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Ausbildungsqualität
04.02.2019

Virtual Reality kommt auch in der Ausbildung an

Der Kettensägen-Hersteller Stihl schult seine Mitarbeiter im Umgang mit Motorsägen ganz ohne Bäume – in einen Konferenzraum. Wie das geht? Mithilfe einer Simulation in Virtual Reality (VR). Das hat unzählige Vorteile, ist risikofrei, Fehler haben keine schwerwiegenden Konsequenzen, es spart Ressourcen wie Bäume und Holz sowie Reise- und Personalkosten. Auch ein Modell für Ihre Ausbildung? Lesen Sie selbst!

Die Azubis üben vorher verschiedene Sägetechniken, damit sie die Abläufe verinnerlichen. Das fördert auch das Speichern des Gelernten.

Dann geht es in die VR-Simulation. Dort verfolgt der Ausbildungsleiter den Fortschritt der Arbeit über eine Leinwand. Die Simulation kommt ohne Sprache und fast ohne Text aus.

Für wen sich VR in der Ausbildung lohnt

Insbesondere für handwerkliche Berufe eignet sich diese Form der Ausbildung. Zunehmend wird sie aber auch für andere Szenarien eingesetzt, wie z.B. Brandschutzübungen mit den Azubis.

Namhafte Unternehmen und Bildungseinrichtungen nutzen bereits VR und setzen es in verschiedenen Szenarien ein.

  • Maschinenhersteller Liebherr: Ausbildung von Kranführern
  • Deutsche Bahn: Bedienung eines Hublifts für Passagiere im Rollstuhl
  • Universität Ulm: Medizinstudenten betrachten dort virtuell ein Herz oder einen Darm.

 

Das sind die Nachteile von VR in der Ausbildung

Klar ist: VR kann niemals eine echte Ausbildung ersetzen, sondern nur flankierend eingesetzt werden. Das schafft Sicherheit vor einem ersten echten „Einsatz“.

Zudem sind die Einstiegskosten – gerade für kleine Betriebe – aktuell noch sehr hoch. Eine VR-Ausrüstung ist ab 2.000 € zu haben. Dazu kommen die unterschiedlichen Trainingsanwendungen, die jeweils programmiert werden müssen.

Autor: Günter Stein

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