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Ausbildungsmarketing
03.12.2019

Tolle Sache: Als Azubi-Botschafter den eigenen Beruf und das Ausbildungsunternehmen präsentieren

Manche Wirtschaftszweige und Ausbildungsberufe kommen in Sachen „Besetzung von Ausbildungsplätzen“ einfach auf keinen grünen Zweig. Es bleiben immer wieder Stellen unbesetzt. Damit sind Ideen gefragt, wie sich dieser Zustand ändern lässt. Mit einem Azubi-Botschafter oder sogar mehreren Azubi-Botschaftern gelingt Ihnen das.

Zahlreiche Handwerksbranchen, in besonderem Maße das Lebensmittelhandwerk, der Handel und Berufe im industriellen und im IT-Sektor, können ihre Ausbildungsplätze vielfach nicht adäquat besetzen. Das gilt insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Diese haben häufig auch keine Möglichkeit, Ausbildungsmarketing im notwendigen Maße zu betreiben. Hierzu fehlen ihnen die personellen und finanziellen Ressourcen.

Azubi-Botchafter machen Sinn

Daher macht es gerade für solche Branchen und Berufe Sinn, Auszubildende als Azubi-Botschafter zu gewinnen. Solche Botschafter haben auf Informationsveranstaltungen, in Schulen oder auf Messen die Aufgabe, etwas über ihre Branche, ihren Ausbildungsberuf oder ihr Ausbildungsunternehmen zu erzählen. Da die Azubis „die gleiche Sprache“ sprechen wie potenzielle Bewerber, handelt es sich hierbei um eine erfolgversprechende Strategie.

Die Kreishandwerkerschaft Fulda hat ein entsprechendes Projekt ins Leben gerufen. Unter dem Titel „Azubi-Botschafter fürs Handwerk“ hat sie Auszubildende aus der Region auf eine Botschaftertätigkeit vorbereitet. Die Azubi-Botschafter haben Präsentationstechniken erlernt und Informationen zur Branche erhalten, wurden in Sachen Benehmen geschult und haben Tipps zum überzeugenden und selbstsicheren Auftreten bekommen. Dieses Beispiel könnte – und sollte – Schule machen.

Gehen Sie als Ausbildungsunternehmen den 1. Schritt

Könnten Sie sich ein solches Projekt für Ihre Branche und Ihre Region vorstellen? Dann seien Sie mutig, gehen Sie den 1. Schritt und suchen Sie sich einen Kooperationspartner. Das kann je nach Wirtschaftszweig eine Innung, eine Kreishandwerkerschaft oder eine Kammer sein. All diese Institutionen haben die Aufgabe, die Ausbildung in Ihrer Region beziehungsweise in Ihrer Branche zu fördern. Wenn Sie beispielsweise auf Ihre Kammer als zuständige Stelle für Berufsausbildung zugehen und gleich 1 oder 2 Auszubildende, die an einer Botschaftertätigkeit interessiert sind, in petto haben, ist bereits mehr als der 1. Schritt getan.

Als mittleres oder großes Unternehmen können Sie eine solche Initiative auch allein starten und Azubi-Botschafter für Ihr Unternehmen auf den Weg schicken, beispielsweise in umliegende Schulen. So wie es die Kreishandwerkerschaft Fulda im Beispiel oben getan hat, könnten auch Sie Ihre Auszubildenden vorab schulen und ihnen vor allem die Wichtigkeit ihrer Aufgabe vermitteln. Damit ergibt sich ein entscheidender Vorteil: Die Botschaftertätigkeit wäre speziell auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens abgestimmt und der Ausbildungsmarketing-Effekt wäre entsprechend hoch.

Ein Beitrag von Martin Glania.

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