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Ausbildungsqualität
25.01.2019

4 Tipps für den Fall, dass Sie bei Ihrem Azubi eine Suchterkrankung vermuten

Alkohol, Marihuana, Aufputschmittel, Tabletten – die Palette an Möglichkeiten, in eine Sucht zu geraten, ist gerade für junge Menschen groß. Fast automatisch haben sie mit dem einen oder anderen Suchtmittel zu tun. Dabei muss der gelegentliche Kontakt nicht schädlich sein. Im Fall einer Suchterkrankung sieht das allerdings anders aus. Denn wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine Krankheit. Folgende 4 Tipps sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig für Sie:

  1. Tragen Sie im Verdachtsfall diskret Informationen zusammen und kontaktieren Sie Personen, die mit dem betroffenen Auszubildenden zu tun haben. Möglicherweise ist dann Entwarnung angesagt – oder der Verdacht erhärtet sich.
  2. Hat sich der Verdacht bestätigt, dann machen Sie sich rund um die entsprechende Suchterkrankung schlau: Worum geht es genau? Und vor allem: Wer kann dem Azubi helfen? Tragen Sie Adressen von Ärzten, Beratungsstellen, Spezialisten, Therapeuten und Therapiegruppen zusammen, um diese später an den Azubi weitergeben zu können.
  3. Konfrontieren Sie den Auszubildenden mit Ihren Erkenntnissen. Ziemlich sicher wird er alles abstreiten. Geben Sie ihm dann Zeit und sichern Sie ihm Hilfe zu. Argumentieren Sie etwa so: „Gerade im frühzeitigen Stadium kann man Ihnen noch helfen. Wir sollten daher reden, um gravierende Folgen zu vermeiden.“ Halten Sie die Hilfestellungs-Kontaktdaten bereit und händigen Sie ihm diese auf jeden Fall aus.
  4. Und ganz wichtig: Überschätzen Sie sich nicht. Sie können weder bei Drogen- noch bei Medikamenten- oder Alkoholmissbrauch als Fachmann agieren (es sei denn, Sie haben eine entsprechende Ausbildung). Daher ist es für Sie nicht möglich, dem Azubi direkt zu helfen.
Autor: Martin Glania

 

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