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Recruiting
31.01.2020

Stellen Sie verhaltensbezogene Fragen

In Vorstellungsgesprächen will ein Ausbilder möglichst viel über den jeweiligen Bewerber erfahren. Oft hangeln sich Vertreter von Ausbildungsbetrieben in der Gesprächssituation am Lebenslauf entlang und stellen hierzu Fragen. Das kann gutgehen, wenn ein Azubi bereitwillig erzählt. Allerdings besteht auch die Gefahr, nur kurze und abgehackte Antworten zu bekommen. Diese Gefahr können Sie weitgehend eindämmen, wenn Sie verhaltensbezogene Fragen stellen. Auf solche Fragen gibt es keine falsche oder richtige Antwort. Sie erfahren aber, wie der Bewerber reagiert, wie er eine Problemsituation angeht und wie offenherzig er antwortet.

5 Beispiele für verhaltensbezogene Fragen

  1. Während Ihrer Schulzeit standen Sie
    wahrscheinlich zeitweise enorm unter Druck. Wie reagieren Sie auf solchen
    Druck? Wie sind Sie beispielsweise eine Woche angegangen, in der Sie mehrere
    Leistungskontrollen wie Klassenarbeiten, Tests und Referate vor Augen hatten?
  2. Wann sind Sie in Ihrem bisherigen Leben ein
    Risiko eingegangen? Denken Sie bei der Antwort an den Sportverein, die Schule,
    das Elternhaus oder einen möglichen Aushilfsjob. Würden Sie sich als
    risikofreudigen Menschen einstufen?
  3. Wie gehen Sie mit Niederlagen um, beispielsweise
    beim Sport? Stellen Sie an einem Beispiel aus Ihrem Leben dar, wie Sie auf
    Enttäuschungen reagieren.
  4. Sie kommen in eine Situation, die Ihnen
    überhaupt nicht zusagt. Das ist Ihnen bestimmt schon einmal passiert – sowohl
    im Elternhaus als auch in der Schule. Wie gehen Sie damit um?
  5. Was ist Ihnen wichtiger: Tätigkeiten, die Ihnen
    gefallen oder ein gutes Betriebsklima? Denken Sie daran, dass es bei dieser
    Frage keine richtige oder falsche Antwort gibt. Wir wollen Sie nur etwas besser
    kennenlernen, um festzustellen, ob wir zueinander passen.

Überlegen Sie sich darüber hinaus selbst verhaltensbezogene
Fragen, die zu Ihrem Unternehmen, zum Ausbildungsberuf und zum Lebenslauf des
jeweiligen Bewerbers passen.

Ein Beitrag von Martin Glania.

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