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Ausbildungsqualität
15.01.2020

So vermitteln Sie Lerninhalte Azubi-gerecht

Ob es um Texte, Vorträge, Anleitungen, Schulungen, das Delegieren von Aufgaben oder generell um Wissensvermittlung geht: Immer gibt es Sie als Ausbilder (= Sender) auf der einen und den oder die Empfänger (= Ihre Auszubildenden) auf der anderen Seite. Damit Ihre gesendeten Nachrichen auch empfangen und verstanden werden, müssen Sie die Lerninhalte zielgruppengerecht vermitteln.

Führen Sie zunächst eine Adressatenanalyse durch. Um welchen Azubi geht es und was ist konkret das Lernziel, das erreicht werden soll? Aus Ihrer Analayse können Sie dann ein Feinlernziel ableiten und ausformulieren. Klären Sie vorab insbesondere diese Fragestellungen für sich selbst:

  • Was wissen Sie über
    Ihre Zielgruppe (alle Azubis, Azubis eines bestimmten Ausbildungsjahres, nur
    leistungsschwache Azubis usw.)?
  • Welche Eigenschaften und welche Interessen sind
    vorhanden, auf denen Sie aufbauen müssen? Wie können Sie sich darüber genauer informieren?
  • Welchen Informationsstand hat der Azubi/die
    Gruppe?
  • Wie können Sie
    ausschließen, dass die Empfänger
    der Inhalte über- oder unterfordert werden?
  • Wie können Sie
    die Informationen zusammentragen und festhalten? Wie erfolgt die Auswertung?

Mein Tipp: Binden Sie die Azubis aktiv mit ein
Beispielsweise können Auszubildende des 3. Ausbildungsjahres aktiv die Schulungen für Azubis des ersten Ausbildungsjahres begleiten – und dort ihre eigenen Erfahrungen einbringen. Das macht die Schulungen anschaulicher und für die jungen Azubis auch spannender. Denn es ist ein großer Unterschied, ob Wissen von einem Vertreter der „älteren Jahrgänge“ (sprich: 40+ aus Sicht der Azubis) vermittelt wird oder von einer Person aus den eigenen Reihen.

Klären Sie außerdem folgende Fragen zur Vermittlung von Lerninhalt

  • Was können Sie tun, damit Sie Ihren Azubis Lerninhalte noch leichter vermitteln können?
  • Wer kann neben Ihnen besonders gut komplizierte Sachverhalte darstellen und vermitteln?

Ein Beitrag von Günter Stein.

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