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11.02.2020

So setzen Sie ein Alkoholverbot im Betrieb durch

Ausbilder und Kollegen haben eine Vorbildfunktion für Auszubildende. Das gilt nicht nur für die Einstellung zur Arbeit, die Sorgfalt und die Arbeitsqualität, sondern auch für das private Verhalten am Arbeitsplatz. So sollte Alkoholkonsum rund um den Arbeitsort und die Arbeitszeiten tabu sein. Denn was viele nicht wissen: Es gibt kein generelles gesetzliches Alkoholverbot am Arbeits- oder Ausbildungsplatz.

Alkoholverbot möglichst umfassend durchsetzen

Kollegen, die in der Pause schon mal ein Bier trinken, sind jedenfalls keine guten Vorbilder für Auszubildende. Im Gegenteil: Wer so etwas praktiziert, riskiert, dass sich junge Leute dies abschauen. Gleichzeitig erhöht er das Risiko von Arbeitsunfällen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Ausbilder, Vorgesetzte, Kollegen und natürlich Auszubildende auf den Alkoholkonsum völlig verzichten, und zwar

  • während der Arbeits- und Ausbildungszeit und
    der Pausen,
  • grundsätzlich innerhalb des Unternehmens,
  • und auch außerhalb des Unternehmens während der
    Arbeitszeit (Außendienst) und in den Pausen.

Darüber hinaus ist es wichtig, alle Mitarbeiter zu
verpflichten, mit 0,0 Promille am Arbeitsplatz zu erscheinen. In den Stunden
vor Beginn der Arbeitszeit ist Alkoholkonsum damit auch tabu.

Beziehen Sie den Betriebsrat ein

Wenn Sie der Meinung sind, dass es in Ihrem Unternehmen
eines betrieblichen Alkoholverbots bedarf, sollten Sie die oben genannten
Aspekte ausnahmslos berücksichtigen. Darüber hinaus wäre ein solches Verbot
eine Frage der betrieblichen Ordnung, das mitbestimmungspflichtig ist.

Wenn Sie als Ausbildungsverantwortlicher also die Initiative ergreifen, holen Sie nicht nur die Unternehmens-führung und die Personalabteilung, sondern auch den Betriebsrat mit ins Boot.

Folgende Musterformulierung, die auch Auszubildende einschließt, können Sie für ein Alkoholverbot verwenden:

  1. Es ist
    allen Mitarbeitern des Unternehmens untersagt, während der Arbeits- und
    Ausbildungszeit Alkohol und Rausch-mittel zu sich zu nehmen. Als Arbeitszeit in
    diesem Sinne sind auch die Pausen zu verstehen.
  2. Das
    gilt auch für das Konsumieren von Alkohol und Rauschmitteln außerhalb des
    Betriebsgebäudes bzw. des Betriebs-geländes während der Arbeitszeit.
  3. Darüber hinaus hat jeder Mitarbeiter dafür zu
    sorgen, dass er zu Beginn der Arbeitszeit nicht unter dem Einfluss von Alkohol
    und anderen Rauschmitteln steht.

Ein Beitrag von Martin Glania.

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