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Recruiting
15.05.2018

Recruiting online: Gehen Sie dahin, wo die Azubis sind

Die mittelständische WFD GmbH mit Sitz im schwäbischen Öhringen bietet Personaldienstleistungen an und ist in der örtlichen Industrie verwurzelt. Bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter setzt man voll auf den digitalen Kanal. „Wenn junge Leute jeden Tag auf Facebook und anderen Plattformen unterwegs sind, dann müssen wir es auch sein“, lautet die Haltung. So setzt Geschäftsführer Marc Schmidt die Social-Media-Strategie auf dem Arbeitsmarkt um:

  1. Auf der Webseite von WFD werden im Wochenabstand Blogbeiträge veröffentlicht (siehe tinyurl.com/WFDBlog), die für künftige Auszubildende von Interesse sein können. Hier geht es um Themen wie Bewerbungsstrategien, auch werden einzelne Berufsbilder vorgestellt.
  2. Diese Beiträge schaffen Futter für die Suchmaschinen und lenken Stellenbewerber auf die Karriereseite.
  3. Überdies teilt das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite Blogbeiträge (siehe dazu tinyurl.com/WFDag). Der Facebook-Kanal wird mit Stellenanzeigen und gesponserten Beiträgen angereichert.

Entscheidend bei der Umsetzung

Der Personaldienstleister betreibt keine Werbung nach dem Motto „Viel hilft viel“, sondern spricht gezielt jene Zielgruppen an, die als Auszubildende bzw. Mitarbeiter infrage kommen.

Ergebnis:

  • die Zahl der Fans auf Facebook wächst
  • die Zugriffe auf die Homepage haben sich verdoppelt
  • die Zahl der eingehenden Bewerbungen weist nach oben
Mein Tipp: Für Berufstätige der Generationen Y und Z ist die Bewerbung beim zukünftigen Arbeitgeber etwas, das man nebenbei erledigt. Die Bereitschaft, sich an den Schreibtisch zu setzen und stundenlang an einem Anschreiben zu feilen, geht gegen null. WFD passt Ansprache und Angebot an diese Bedürfnisse an. „Beim Surfen im Netz ein interessantes Angebot entdeckt? Dann jetzt gleich bewerben, direkt per Smartphone“, heißt es auf der Bewerberseite. Sie ist für diesen Bedarf vorbildlich eingerichtet – mit jedem Mobilgerät von unterwegs abrufbar und in wenigen Minuten ausgefüllt (siehe Muster tinyurl.com/wfd-mob).

Begeistern Sie die Generation Z auch nach dem Einstieg bei Ihnen

Was treibt die heute jüngere Generation an und womit können Sie diese begeistern? Die sogenannte Generation Z der ab Mitte der 1990er-Jahre Geborenen zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie mit den digitalen Medien aufgewachsen ist. Gerade mobile Geräte sind für diese Generation selbstverständlich. Daher sollten Sie diesen jungen Menschen und damit Ihren Auszubildenden die Möglichkeit geben, im Rahmen der Ausbildung digitalisiert zu arbeiten. Bedenken Sie, dass Ihr Unternehmen sich als Arbeitgeber auf Lebenszeit bewirbt. Wenn bereits in der Ausbildung sichtbar wird, dass das Ausbildungsunternehmen als altmodisch zu bewerten ist, dürften Sie Ihre Auszubildenden nur schwer begeistern.

Mehr Recruiting-Tipps gibt es hier!

Autor: Günter Stein

 

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