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Ausbildungsmarketing
05.03.2019

So optimieren Sie Ihre Projektarbeit

Regelmäßigkeit zahlt sich aus! Das gilt vor allem dann, wenn das Ausbildungsmarketing und damit der Ruf des Ausbildungsunternehmens verbessert werden soll. Wer seine Azubis für einen guten Zweck arbeiten lässt, der kann diese Regelmäßigkeit durch feste Projektpartner fördern und seine Azubi-Projekte damit institutionalisieren.

Dabei genügt es, seine Auszubildenden einmal im Jahr und zugunsten eines guten Zwecks arbeiten zu lassen. Der Clou: Die Ausbildung wird dadurch trotz der fachlichen Abweichung, die normalerweise nicht zu vermeiden ist, gefördert. Denn Auszubildende, die sich mindestens einmal an einem sozialen Projekt beteiligt haben, erwerben soziale Kompetenzen. So machen sie Erfahrungen, die ihnen in ihrem Privatleben und im Rahmen der Ausbildung bislang nicht zuteil geworden sind.

Das fränkische Unternehmen Bosch Rexroth veranstaltet regelmäßig, mittlerweile bereits 13 Mal, eine soziale Woche für Auszubildende. Dabei entscheiden sich die Azubis bewusst für einen mehrtägigen Aufenthalt in einer Institution, in der Menschen mit Beeinträchtigungen gefördert werden. Das Besondere: Die Azubis nehmen freiwillig an dem Projekt teil, und trotzdem stößt das Angebot auf große Resonanz. Zuletzt hatten sich 33 Auszubildende beteiligt.

Auszubildende erwerben fachliche und vor allem soziale Kompetenzen

Dabei setzt das Ausbildungsunternehmen auf feste Kooperationspartner. Hierzu gehören die Mainfränkischen Werkstätten und die regional ansässige SOS-Dorfgemeinschaft. Die Azubis haben die Möglichkeit, mit beeinträchtigten Personen und Bewohnern verschiedenste handwerkliche Arbeiten durchzuführen. In der SOS-Dorfgemeinschaft gibt es beispielsweise eine Metallwerkstatt, eine Schreinerei, eine Weberei und eine Bäckerei.

Die unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen, die Azubis so ganz nebenbei erwerben, sind das eine. Auf der anderen Seite stehen die sozialen Kompetenzen im Vordergrund. Das Unternehmen Bosch Rexroth weist darauf hin, dass Respekt, Geduld, Verantwortungsgefühl, Hilfsbereitschaft und Teamgeist zu den Kompetenzen gehören, die im Rahmen des Azubi-Projekts erworben werden. Diese seien im Ausbildungsbetrieb oder in Seminaren nur schwierig zu vermitteln.

 

Nutzen auch Sie Ihre regionalen Möglichkeiten

Wie schätzen Sie die Möglichkeit ein, in Ihrer Region aktiv zu werden? Welche sozialen Einrichtungen wie Kinderheime, Kitas für Kinder mit Beeinträchtigungen, Werkstätten für Behinderte oder Altenheime für stark beeinträchtigte Personen gibt es? An welchen Projekten wären Ihre Auszubildenden interessiert? Besteht die Möglichkeit einer festen Kooperation? Diese hat im Übrigen den Vorteil, dass Sie Ihr soziales Projekt gemeinsam mit Ihren Auszubildenden nicht von Jahr zu Jahr wieder ganz von Neuem planen müssen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es aber vor allem die Auszubildenden sind, die von solchen Projekten profitieren. Denn sie wissen die Arbeit außerhalb ihrer eigentlichen Ausbildungstätigkeit – gerade im sozialen Bereich – zu schätzen. Davon profitieren letztlich auch Sie. Denn die Motivation Ihrer Azubis steigt. Zudem werden Sie im Rahmen von Projekten auch neue Stärken und Schwächen Ihrer Auszubildenden entdecken. Das kann überaus erkenntnisreich und faszinierend sein.

Autor: Martin Glania

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