0228–9550120 ausbildernews@vnr.de
Peter Atkins - Fotolia
Recruiting
22.05.2018

Suchen Sie jetzt die Paten für Ihre neuen Azubis aus

Viele Unternehmen sehen es als vorteilhaft an, neue Auszubildende, die im Spätsommer wieder auf sie zukommen, mit einer individuellen Patenbetreuung einzuarbeiten. Auch ich kann so ein Konzept nur unterstützen. Richten Sie daher bereits jetzt Ihren Blick auf diese Zeit und überlegen Sie sich, welche Kolleginnen oder Kollegen als Paten infrage kommen. Aus meiner Sicht sollte der perfekte Pate folgende 3 Eigenschaften haben:

  1. Er sollte die Sprache von jungen Menschen sprechen und möglichst selbst noch jung sein. Dann trauen sich neue Auszubildende erfahrungsgemäß eher, Fragen zu stellen, die ihnen wirklich am Herzen liegen.
  2. Trotzdem sollte der Pate Ihnen gegenüber loyal sein. Wenn Probleme auftreten, dürfen diese nicht unter den Teppich gekehrt werden. Sie sind gemeinsam zu lösen.
  3. Darüber hinaus sollte der Pate die Strukturen des Ausbildungsunternehmens kennen. Nur dann kann er bestimmte Situationen und Fragestellungen realistisch einschätzen. Übrigens: Wenn der Pate seine eigene Ausbildung bei Ihnen absolviert hat, sollte diese Voraussetzung erfüllt sein. Schließlich ist er dann viel im Unternehmen herumkommen.

Checkliste: Das sollten Sie mit möglichen Paten klären

Erörtern Sie mit jedem Einzelnen: Möchte die- oder derjenige überhaupt Pate werden und zusätzliche Verantwortung übernehmen?
Führen Sie alle Paten in einem persönlichen oder in einem Gruppengespräch ein. Machen Sie deutlich, worauf es Ihnen ankommt. Legen Sie dar, warum diese Aufgabe so wichtig ist.
Stellen Sie sicher, dass es sich die Paten zeitlich leisten können, einen neuen Azubi zu begleiten und ihm zu helfen. Klären Sie das mit dem jeweiligen Vorgesetzten.
Informieren Sie Ihre Paten über die neuen Auszubildenden – jeden individuell. Das betrifft Alter, schulischen Werdegang, ggf. individuelle Einschränkungen, aber auch Spezialkenntnisse.
Erläutern Sie mit den Paten typische Fragen, die sich in den ersten Tagen und Wochen ergeben, z. B. zu den Themenkomplexen Berufsschule, Pausenzeiten, Urlaub, Duzen/Siezen usw.

 

 

Autor: Martin Glania

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
„Sie gehen schon?“ – Warum Sie das so nicht sagen sollten

Möglicherweise kennen Sie die Situation: Sie wollen einem Auszubildenden nur etwas ganz Harmloses sagen bzw. etwas Small Talk betreiben. Der reagiert jedoch beleidigt. Für Sie stellt sich nunmehr die Frage: „Was habe ich... Weiterlesen

23.10.2017
Wie Sie mit Instagram Ihr Ausbildungsmarketing erweitern

Es würde mich wundern, wenn Ihre Azubis auf Facebook mehr unterwegs sind als auf Instagram. Nach meiner Erfahrung ist das Posten von Bildern auf Instagram bei jungen Menschen deutlich angesagter als das Schreiben von Beiträgen... Weiterlesen

23.10.2017
Ist eine Übernahme in einer anderen Funktion möglich?

Frage: Wir sind ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Lebensmittelproduktion und bilden im Berufsbild Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel aus. Wir würden gerne einen unserer Auszubildenden übernehmen,... Weiterlesen