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Ausbildungsmarketing
09.08.2019

Mobile Ausbildungsmesse: So treffen Sie den Geschmack junger Schulabgänger

Eine Ausbildungsmesse ganz ohne Messestand und Messekosten realisieren? Eine Ausbildungsmesse, bei der junge Schulabgänger zu Ihnen ins Unternehmen kommen? Richtig! Genau diese Vorteile stecken hinter der Idee einer mobilen Ausbildungsmesse, die in der Stadt Schwabmünchen bereits seit Jahren durchgeführt wird.

Unter dem Namen „Azubi-Tour 2019“ wurde eine solche Messe für die Mittel- und Realschüler der Leonhard-Wagner-Schule durchgeführt. Das Prinzip dieser Messe besteht darin, dass die Schüler mit Bussen zu Ausbildungsunternehmen ihrer Wahl gefahren werden. In diesem Jahr beteiligten sich insgesamt 40 Unternehmen an der Azubi-Tour, und mehr als 60 verschiedene Ausbildungsberufe wurden vorgestellt.

Das passiert bei der mobilen Ausbildungsmesse

Die Schüler mussten zwischen 08:00 und 14:30 Uhr mindestens 5 Ausbildungsbetriebe anfahren und erhielten dementsprechend mindestens 5 Stempel. Damit wurde nachgewiesen, dass die Unternehmensbesuche tatsächlich stattgefunden hatten. Dieses Prinzip sorgt dafür, dass die mobile Ausbildungsmesse Früchte trägt. Schließlich machen viele Unternehmen, die auf traditionellen Ausbildungsmessen aktiv sind, die Erfahrung, dass sich junge Menschen häufig nicht trauen, einen Messestand anzusteuern.

Findet in einem Unternehmen eine Vorführung statt, wird ein Vortrag gehalten oder – was besonders gut ankommt – wird Aktivität gefordert, dann ist die Begeisterung groß und wird mit dem entsprechenden Stempel belohnt. Die Busfahrten waren wie in den Jahren zuvor für die Schüler kostenlos. Auch die Eltern (die natürlich keine Stempel sammeln mussten) konnten an der Azubi-Tour teilnehmen und die Transfers von Unternehmen zu Unternehmen nutzen. Ausgestattet mit Teilnahmeanhängern, die als Fahrkarte gelten, waren alle Mitfahrer schnell zu identifizieren.

Die Idee der mobilen Ausbildungsmesse wird sich verbreiten

Obwohl es diese Messeform bereits seit einigen Jahren gibt, kann sie immer noch als innovativ betrachtet werden. Der Spaß- , Erlebnis- und Informationsfaktor ist für junge Menschen deutlich höher als bei einer herkömmlichen Messe. Darüber hinaus ist von Vorteil, dass verschiedene Ausbildungsbetriebe von innen angesehen werden können. Nach einem solchen mobilen Messetag ist die Vorstellung über Betrieb und Ausbildungsberuf bei den teilnehmenden Schülern daher deutlich konkreter als nach einem konventionellen Messebesuch.

Insofern könnten auch andere Städte und Regionen versuchen, eine solche Idee in die Tat umzusetzen. Die Organisation ist zwar für einzelne Betriebe sehr schwierig, aber größere Ausbildungsunternehmen könnten immerhin die Initiative ergreifen, um eine mobile Ausbildungsmesse anzustoßen. Sie benötige  Kontakte zu Institutionen, in denen Ausbildungsbetriebe aktiv oder Mitglied sind. Infrage kommen beispielsweise

  • Verbände,
  • Kammern,
  • örtliche Werbegemeinschaften und
  • sonstige Interessengemeinschaften von Unternehmen.

Wichtige Ansprechpartner sind auch die Stadt, die Gemeinde oder der Kreis sowie die örtlichen und regionalen Verkehrsverbünde, die Sie zudem als Werbepartner mit ins Boot holen können. Nur so können die Organisation und letztlich auch die Finanzierung des Azubi-Transports sichergestellt werden.

Fazit: Die Vorteile überwiegen bei Weitem, und die Akzeptanz bei Schülern ist groß. Häufig bedarf es nur eines individuellen Anstoßes, der beispielsweise von Ihnen kommen könnte, wenn Sie in einem wichtigen Ausbildungsunternehmen Ihrer Region arbeiten.

Ein Beitrag von Martin Glania.

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