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Ausbildungsqualität
16.02.2020

Erfolgreich delegieren mit dieser Anleitung

Wer Arbeiten an Auszubildende delegieren kann, der entlastet sich selbst. Vor allem aber fördert er die fachliche Ausbildung und darüber hinaus die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein der jungen Menschen. Allerdings will Delegieren gut vorbereitet sein.

Gerade bei Auszubildenden kann einiges schieflaufen, wenn Sie „einfach mal so“ Aufgaben delegieren. Schließlich sind Azubis noch unerfahrenen. Deshalb müssen Sie mit Fehlern rechnen. Prüfen Sie am besten Schritt für Schritt, ob Sie optimal vorgehen, wenn Sie eine bestimmte Aufgabe an einen Auszubildenden delegieren

Schritt für Schritt zum richtigen Delegieren

Analysieren Sie, ob fachliche Voraussetzungen vorliegen

Beim Delegieren von Verantwortung dürfen Sie keineswegs alle Auszubildenden gleich behandeln. Es müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Neben der Motivation und der individuellen Leistungsfähigkeit eines Auszubildenden müssen Sie auch den fachliche Aspekt prüfen: Ist der Auszubildende schon lange genug dabei? Hat er bestimmte, für die Durchführung des Projekts unverzichtbare Abteilungen bereits durchlaufen? So stellen Sie fest, ob der Auszubildende fachlich geeignet ist oder ob ein bestimmtes Projekt für ihn zu früh kommt.

Grenzen Sie die Verantwortung ein

Dem Auszubildenden, der die Verantwortung bekommt, muss klar sein, wie weit er Entscheidungen treffen darf. Möglicherweise gibt es Grenzen, bei denen er Sie fragen muss. Sprechen Sie darüber und vermeiden Sie gerade bei dieser Frage Missverständnisse.

Informieren Sie das Arbeitsumfeld

Ein Auszubildender ist mit seinem Status als „Lernender“ nicht gerade mit Entscheidungskompetenzen ausgestattet. Das müssen Sie ändern: Informieren Sie Beteiligte und Kooperationspartner, zum Beispiel mit einer Rund-E-Mail an alle, welchen

Handlungsspielraum dieser Auszubildende im Projektzeitraum
hat. So unterstützen Sie Ihren Azubi bei der erfolgreichen Realisierung des
Projekts.

Vereinbaren Sie klare Rahmenbedingungen

Der Azubi muss wissen, welches Ergebnis er mit dem übertragenen Projekt angestreben soll. Zudem muss ihm die Deadline bekannt sein. Möglicherweise macht es auch Sinn, Zwischenziele zu vereinbaren, die mit Zwischenbesprechungen verbunden sind. All das legen Sie gemeinsam mit dem Azubi möglichst genau fest.

Gewähren Sie Freiheit und „Freizeit“

An den Auszubildenden Verantwortung zu delegieren, ist nur dann möglich, wenn dieser innerhalb des gesteckten Rahmens freie Entscheidungen treffen darf. Damit hat er auch die Möglichkeit, ungünstige Entscheidungen zu treffen, diese zu korrigieren und daraus zu lernen. Geben Sie ihm genügend freie Zeit während seiner Arbeitszeit, um dem Projekt gerecht zu werden. Beides müssen Sie bei der Auswahl der Projekte berücksichtigen.

Halten Sie alle Vereinbarungen schriftlich fest

Geben Sie dem Auszubildenden Sicherheit, indem Sie die Rahmenbedingungen des Projekts, die Grenzen, den Grad der Freiheit, mögliche Zwischenziele und Feedbacktermine schriftlich festhalten. Tun Sie das in doppelter Ausführung, nehmen Sie ein Exemplar zu Ihren Akten und händigen Sie dem Auszubildenden sein Exemplar aus. So kann er sich immer orientieren, wie er sich bei schwierigen Entscheidungen und Problemen im Rahmen des Projekts am besten verhält.

Ein Beitrag von Martin Glania.

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