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Motivation
27.08.2018

Lob als Sprachnachricht – das wirkt!

Auszubildende wollen gelobt werden und das so oft wie möglich. Natürlich tun Sie das nur aus gutem Grund. Das gilt etwa, wenn Sie von guten Leistungen in der Berufsschule erfahren oder tolle Arbeit im Rahmen eines Azubiprojekts erleben oder darüber berichtet bekommen. Aber auch, wenn ein wenig leistungsstarker Azubi einen Schritt nach vorn macht, bestätigen Sie ihm, dass er auf dem richtigen Weg ist.

Dem Azubi mit einer WhatsApp-Sprachnachricht entgegenkommen

Eine besondere und ebenfalls überraschende Möglichkeit, dem Azubi Lob zu zollen, gibt es auch durch Nutzung moderner Technik. Gerade unter jungen Menschen ist es üblich, dass Sprachnachrichten verschickt werden. Die sendet man selbst gerne, man hört sie gerne ab und normalerweise bezahlt man dafür nichts, z.B. beim populären Netzwerk WhatsApp.

Nutzen Sie die Möglichkeit, auf diese Weise ein ganz besonderes Lob loszuwerden. Der Azubi kann dann selbst entscheiden, ob er die Sprachnachricht für sich behält oder ob er sie anderen vorspielt. Beachten Sie, wenn Sie ein Lob als Sprachnachricht formulieren, folgende 3 Aspekte:

  1. Formulieren Sie frei und lesen Sie nicht ab. Das ist bei Sprachnachrichten in sozialen Netzwerken üblich, und es macht überhaupt nichts, wenn die Sätze nicht ganz rund sind. Wenn Sie ablesen, wird es Ihnen wahrscheinlich an Authentizität fehlen.
  2. Bereiten Sie sich dennoch vor und notieren Sie sich gegebenenfalls in Stichworten, was Sie sagen wollen. So vergessen Sie nichts und laufen nicht Gefahr, den roten Faden zu verlieren.
  3. Probieren Sie das einmal mit einer Person Ihres Vertrauens aus. Sprechen Sie das Lob beispielsweise Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin in die Nachrichtenbox und hören Sie sich die Nachricht anschließend selbst an. Möglicherweise erkennen Sie Korrekturbedarf, den Sie anschließend umsetzen.
Autor: Martin Glania

 

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