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Ausbildungsmarketing
22.05.2018

Warum Kooperationen mit Schulen sich lohnen

Unternehmen, die überwiegend handwerklich ausbilden und mit einer Haupt-, Real- oder Gesamtschule zusammenarbeiten, leiden weniger unter mangelnden Bewerbungen. Das zeigen Paradebeispiele, an denen sich viele mittelständische Ausbildungsunternehmen – auch im kaufmännischen Bereich – orientieren können, immer wieder.

Kooperationen mit Schulen sorgen dafür, dass Sie als Ausbildungsunternehmen bei der Zielgruppe im Gespräch bleiben. Natürlich müssen Sie auch einiges dafür tun – hier ein paar Beispiele:

  • durch Schüler-Praktika junge Menschen an Berufe heranführen
  • Betriebsbesichtigungen mit Klassen durchführen und grundsätzliches Interesse am Unternehmen wecken
  • junge Menschen über Schnupper-Tage unverbindlich und ohne Druck Einsicht in das Berufsleben gewähren
  • an einem Girls‘ Day bzw. Boys‘ Day teilnehmen und damit das bei Ihnen unterrepräsentierte Geschlecht begeistern
  • ein Bewerbertraining veranstalten, an dem Schulklassen im Rahmen ihrer Berufsorientierung teilnehmen
  • eine Projektwoche mit einer Schulklasse durchführen
  • eine Art Jobrallye veranstalten

Das letzte Beispiel ist aus meiner Sicht besonders interessant: Bei einer Jobrallye, die auch „Rallye der Ausbildungsberufe“ genannt wird, können potenzielle Bewerber an einem Tag verschiedene Ausbildungsberufe kennenlernen. Sie begleiten für ½ oder ganze Stunde bestimmte Mitarbeiter, die sich zur Mithilfe bereit erklärt haben. Diesen können Sie Fragen stellen und vor allem prüfen, ob sie sich einen solchen Beruf vorstellen können. Dann folgt der nächste Beruf beim nächsten Kollegen.

Das mittelständische Unternehmen Pflitsch aus Hückeswagen bei Remscheid, ein Hersteller von Kabelkanälen und Verschraubungen, kooperiert mit einer Realschule vor Ort und hat zusammen mit dieser eine Art Berufsstarterprogramm entwickelt. Ein Bestandteil dieses Programms ist eine Jobrallye. Dabei können Interessierte an einem Tag gleich 10 verschiedene Ausbildungsberufe kennenlernen.

 

Weitere Möglichkeiten der Kooperation

Das Beispiel aus Hückeswagen beschränkt sich keineswegs auf eine Jobrallye: Das Unternehmen sorgt im Rahmen verschiedener Projekte dafür, dass es bei jungen Menschen im Gespräch bleibt. Es ist bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen behilflich, unterstützt Schüler bei Schulfesten und Ausstellungen und sponsert auch schon mal die IT der Schule.

Einfach bei Schulen anfragen

Manche Schulen warten regelrecht auf Anfragen von Unternehmen, sie im Rahmen der Berufsorientierung zu entlasten. Als Ausbildungsunternehmen in der Region können Sie der Schule und dem Lehrpersonal etwas bieten: Betriebsbesichtigungen, Projekttage und Jobrallyes sind für die meisten Schüler willkommene Abwechslungen. Fragen Sie daher offensiv bei Schulen in Ihrer Region an und machen Sie dabei deutlich, was Sie den jungen Menschen bieten können.

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Autor: Martin Glania

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