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Recruiting
23.12.2018

Noch bis zum 31.12.2018: Trennen Sie sich jetzt von schlechten Auszubildenden

Haben Sie einen neuen Azubi, mit dem es einfach nicht funktioniert? Dann ist jetzt die beste Zeit, um getrennte Wege zu gehen! Denn die Probezeit endet bei Ausbildungsbeginn 1.9.2018 genau zum Ende des Jahres!

Falsche Vorstellungen führen zu nachlassenden Leistungen

Früh aufstehen. Nicht gleich die spannendsten Tätigkeiten übernehmen dürfen. Abends geht’s dann früh ins Bett. Viel Party ist nicht. So haben sich manche Azubis ihre Ausbildung nicht vorgestellt. Das merken Sie schnell an nachlassenden Leistungen. Dann ist es Zeit, die Ausbildung zu beenden. Das geht nämlich nie mehr so einfach wie bis zum 31.12.2018.

Noch bis zum 31.12.2018 – nutzen Sie diese Frist

Der Grund: Der Ausbildungsvertrag, den Sie mit Ihrem Azubi geschlossen haben, enthält in der Regel eine Probezeit von 4 Monaten. Die läuft am 31.12.2018 ab. Bis dahin können Sie die Ausbildung noch sang- und klanglos und ohne viel Ärger beenden, wenn sich herausstellt, dass die Ausbildung bei Ihnen vor allem eins war: ein großer Irrtum!

Mein Tipp: Schauen Sie vor der Kündigung auf jeden Fall noch einmal in den Ausbildungsvertrag. Die Probezeit bei Azubis beträgt nämlich maximal 4 Monate. Es kann also auch sein, dass in Ihrem Ausbildungsvertrag eine kürzere Probezeit vereinbart ist. In diesem Fall müssen Sie entsprechend früher kündigen.

Ihr Vorteil bei einer Kündigung innerhalb der Probezeit ist: Wenn Sie kündigen, können Sie dies fristlos tun und müssen keine Gründe nennen.

 

Auf diese Formalitäten kommt es an

Bei der Kündigung eines Auszubildenden in der Probezeit gilt es, einige besondere Formalitäten zu beachten:

  • Die Kündigung muss auf jeden Fall schriftlich erfolgen.
  • Bei minderjährigen Auszubildenden muss die Kündigungserklärung den Erziehungsberechtigten zugehen.
  • Die Kündigungserklärung muss dem Auszubildenden vor Ablauf der Probezeit zugestellt werden.

Ist der Azubi noch minderjährig, ist es wichtig, dass Sie nachweisen können, dass die Kündigung nicht nur ihm, sondern auch seinen Erziehungsberechtigten rechtzeitig, also noch innerhalb der Probezeit, zugegangen ist.

Autor: Günter Stein

 

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