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Ausbildungsqualität
12.08.2019

Freche Antworten: So reagieren Sie souverän

Wenn ein Auszubildender eine überspitzte, freche oder sogar unverschämte Antwort gibt, entsteht für Sie oft eine kritische Situation – aber keineswegs immer. Denn falls ein Auszubildender nur etwas übertreibt und in netter Weise seinen Ausbilder „hochnimmt“, dann ist das eher ein Zeichen für ein gewachsenes Vertrauensverhältnis. Wenn Azubi und Ausbilder sich im Alltag verbal die Bälle zuspielen und dabei auch mal die Schwächen des jeweils anderen auf die Schippe nehmen, kann das sehr positiv sein – insbesondere für das Klima in der Ausbildung.

Wer allerdings weitergeht, ohne dass ein entsprechend gewachsenes Vertrauensverhältnis vorliegt, wer ohne Ironie frech oder schnippisch reagiert, der testet Grenzen aus. Er will wissen, wie weit er sich gegen seinen Vorgesetzten und/oder Ausbilder auflehnen darf bzw. kann.

Kommen Sie in eine solche Situation, sollten Sie die 3 folgenden Tipps beherzigen:

Tipp 1: Reagieren Sie!
Verzichten Sie niemals auf eine Reaktion – insbesondere dann nicht, wenn der Auszubildende immer frecher und unverschämter wird. Sagen Sie in aller Ruhe etwa: „Bitte kommen Sie, heute um … Uhr zu mir ins Büro. Wir sollten uns mal etwas ausführlicher unterhalten.“ Oder stellen Sie Gegenfragen: „Könnten Sie mir das, was Sie gerade gesagt haben, bitte einmal ausführlich erklären? Mir ist nicht klar, was Sie meinen.“

Tipp 2: Rechtfertigen Sie sich nicht!
Geraten Sie nicht in die Defensive. Auch wenn der Azubi unpassende Anmerkungen macht oder Ihr Verhalten sogar ins Lächerliche zieht: Machen Sie nicht den Fehler, Ihr Verhalten zu erklären! Damit verlieren Sie an Autorität, und der Azubi wird immer noch einen draufsetzen.

Tipp 3: Reagieren Sie verhalten!
Eine Reaktion im Beisein von anderen, die zudem noch durch Emotionen geprägt ist, wäre ein großer Fehler. Bleiben Sie besser ruhig und suchen Sie mit etwas Abstand das Gespräch unter 4 Augen. Damit bauen Sie nicht nur Emotionen ab, sondern Sie grenzen sich auch positiv von Ihrem Auszubildenden ab. Das registrieren auch Dritte sicherlich positiv.

Ein Beitrag von Autor Martin Glania.

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