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Ausbildungsqualität
19.03.2019

Fördern Sie die zwischenmenschliche Interaktion

Kürzlich unterhielt ich mich mit dem Geschäftsführer einer Firma aus Winterberg. Sein Lamento: „Wir finden keine Leute, die Hände schütteln können und Small Talk beherrschen.“ Das ist nicht der erste Firmenchef, von dem ich solche Sätze höre. Und es ist eine Beobachtung, die auch ich mache.

Viele junge Einsteiger sind völlig ungeübt in sozialer Interaktion. Sie verstehen es nicht, sich in geschäftlicher Umgebung adäquat auszudrücken, und beherrschen selbst grundlegende Umgangsformen nicht. Sogar die Bedeutung von pünktlichem Erscheinen und angemessener Kleidung ist ihnen unbekannt. Die nicht zu leugnenden Fakten sind erschreckend.

Die junge Generation hat keine Übung im persönlichen Gespräch

81 % aller jungen Menschen fühlen sich unwohl beim Telefonieren, leiden sogar unter einer regelrechten Telefonphobie. Nachvollziehbar: Denn wer zeitlebens fast nur Textnachrichten geschrieben hat, beherrscht die Feinheiten verbaler Kommunikation nicht (Studie von BankMyCell).

 

Zwischenmenschliche Fähigkeiten werden immer wichtiger

Da viele Routinetätigkeiten mittlerweile von Rechnern erledigt werden, bleiben Aufgaben übrig, die der Algorithmus nicht beherrscht: einen schlecht gelaunten Kunden beruhigen, einen Kaufinteressenten von den Vorzügen eines Angebots überzeugen etc.

Neue Herausforderung bedeutet gleichzeitig einen Wettbewerbsvorsprung

Entscheidend, um im Markt zu bestehen, ist also, dass Sie von Anfang an die sozialen Kompetenzen steigern. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Starten Sie ein Trainingsprogramm, das für alle Auszubildenden Pflicht ist. Die Inhalte: Kommunikation, professioneller Habitus, Telefonieren. Achtung! Kommen Sie nicht mit erhobenem Zeigefinger daher, sondern vermarkten Sie das Training als Chance zur Weiterentwicklung!
  • Setzen Sie interne Coaches und Mentoren ein. Stellen Sie jungen Auszubildenden Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung und Freude an deren Vermittlung zur Seite, die ihnen bei der Orientierung helfen.
  • Bereiten Sie auch die Führungskräfte darauf vor, dass sie neue Auszubildende in Zukunft intensiver betreuen müssen. Azubis erwarten, bei der Hand genommen und auf dem Weg in die Arbeitswelt begleitet zu werden.
Autor: Günter Stein

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