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Ausbildungsmarketing
27.10.2019

Exzellente Idee: Ehren Sie einmal im Jahr einen Azubi

Welcher Auszubildende hat im auslaufenden Jahr besondere Leistungen erbracht? Wer könnte zum Jahresende, beispielsweise im Rahmen einer Weihnachtsfeier, eine besondere Ehrung erfahren? Anlässe, um Ausbildung und Auszubildende in den Mittelpunkt einer betrieblichen Veranstaltung zu stellen, gibt es immer – nutzen Sie diese.

War einer Ihrer Azubis im Laufe des Jahres während eines Ausbildungsabschnitts besonders erfolgreich? Hat jemand ohne Fehl und Tadel einen Kollegen vertreten? Ist es einem Auszubildenden gelungen, ein Azubi-Projekt zu kreieren, zu planen und in leitender Funktion durchzuführen? Oder hat ein Kandidat eine wichtige Prüfung mit einem Notenschnitt von 1,0 bestanden?

Gründe, einmal im Jahr einen Azubi zu ehren, gibt es genug. Das kann beispielsweise auch unter dem Titel „Azubi des Jahres“ geschehen. Wenn Sie es schaffen, Jahr für Jahr einen Auszubildenden nach objektiven Kriterien aufs Podium zu heben, ohne dass Neid und Missgunst entstehen, dann tun Sie der Ausbildung in Ihrem Hause etwas Gutes.

Treffen Sie ein gerechte Auswahl für die Ehrung

Dass es bei der Auswahl eines Auszubildenden gerecht zugeht, ist bei einem solchen Vorhaben der Knackpunkt. Daher sollten Sie ein offizielles Gremium, eine Jury, ernennen, die sich aus Kollegen mit unterschiedlichen Funktionen und unterschiedlichem Alter zusammensetzt. Die Zusammensetzung, an der auch der Betriebsrat beteiligt sein könnte, ist von entscheidender Bedeutung dafür, dass die Jury von der Belegschaft und von Auszubildenden anerkannt wird. Diese Personen haben dann Jahr für Jahr die Aufgabe, den Azubi des Jahres zu ernennen.

Sammeln Sie Vorschläge für die Ehrung, setzen Sie Fristen

Damit die Jury eine Auswahl hat, sollten Sie Vorschläge aus der Belegschaft sammeln. Manch ein Kollege hat bestimmt eine Idee, wer als Kandidat zum Azubi des Jahres infrage kommt. Es ist sinnvoll, dabei eine Frist zu setzen. Ein guter Zeitraum, in dem Vorschläge entgegengenommen werden, könnte vom 1. August bis zum 30. November gehen. So verbleibt noch Restzeit für die Entscheidung und die Vorbereitung der Ehrung zum Jahresende.

Eine simple Idee – und ihre zahlreichen Vorteile

Eine solche Idee in die Tat umzusetzen, ist eine rein organisatorische Aufgabe, die kein zusätzliches Geld kosten muss.

  1. Auszubildende fühlen sich angesprochen und motiviert, gute und besondere Leistungen zu erbringen. Jeder einzelne hat die Chance, zum Jahresende geehrt zu werden. Darin steckt jede Menge Motivationspotenzial.
  2. Der geehrte Auszubildende wird natürlich im besonderen Maße motiviert und erheblich an Selbstvertrauen gewinnen. Das kann sich äußerst positiv auf den Rest seiner Ausbildung und die Zeit danach auswirken.
  3. Das Thema Ausbildung und die Leistungen der Auszubildenden gelangen mindestens einmal im Jahr ins Bewusstsein der Kollegen. Gerade in großen Betrieben kennen die Mitarbeiter noch nicht einmal alle Berufe und Auszubildenden. Eine Ehrung mit all ihren Vorbereitungen trägt dazu bei, dass sich der Stellenwert der Ausbildung in Ihrem Unternehmen ändert.
  4. Die Mitarbeiter und Kollegen der Azubis machen sich mehr Gedanken über die Ausbildung und über die Auszubildenden selbst. Sie sind schließlich dazu aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten. Das führt zu mehr Bewusstsein und zu einer besseren Integration der Auszubildenden in den betrieblichen Arbeitsalltag.
  5. Von manchen Leistungen erfahren Ausbilder, Ausbildungs- und Personalverantwortliche erst im Rahmen des Auswahlverfahrens zum „Azubi des Jahres“. Insofern sorgt ein solches Ereignis für weitere Informationen über das Leistungsvermögen und über Eigenschaften von Auszubildenden, die von außen an sie herangetragen werden.
  6. Eine solche Ehrung spricht sich herum – gerade auch, weil sie im Rahmen der Pressearbeit thematisiert werden kann. Das hat eine gewisse Außenwirkung und dürfte anziehend auf potenzielle Bewerber wirken.

Best Practice Bespiel für eine Ehrung

Eine solche Ehrung vorgenommen hat kürzlich die Gemeinde Jahnsdorf im Erzgebirge. Einer ihrer Auszubildenden hatte erfolgreich eine App programmiert, die zu mehr Effizienz und Transparenz in der Verwaltung führen soll. Die App wurde fast 1.000-mal heruntergeladen. Deshalb war sie der Jury den Preis für den „kommunalen IT-Profi 2019“ wert. Die Ehrung des Auszubildenden zum Verwaltungsfachangestellten erfolgte in einem öffentlichen Rahmen – nämlich auf der Messe „Kommunale“ in Nürnberg. Darüber hinaus war sie am Vortag mit einer Einladung zu einem Staatsempfang verbunden.

Ein Beitrag von Martin Glania.

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