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Ausbildungsqualität
06.02.2019

Extraschulung: So werden Azubis zu Produktspezialisten

Wie gut wissen Ihre Mitarbeiter eigentlich über Ihre Produktpalette Bescheid? Wie gut sind Ihre künftigen Mitarbeiter, also Ihre Azubis, darüber aufgeklärt? In mittleren und vor allem in großen Unternehmen stellt sich häufig das Problem, dass kaum jemand die gesamte Produktpalette überblickt. Dabei ist dieses Wissen für das künftige Berufsleben äußerst wertvoll.

Das gilt nicht nur im Rahmen von Messen, wo spezifisches Wissen für alle Mitarbeiter und Auszubildenden, die am Messestand aushelfen, von großer Bedeutung ist. Das gilt auch für den betrieblichen Alltag, für die Kommunikation zwischen verschiedenen Abteilungen, für das technische Verständnis jedes Einzelnen und für die Bindung zwischen Auszubildenden und Ausbildungsbetrieb.

Wer seine Azubis frühzeitig mit unternehmensspezifischem Wissen, insbesondere mit Kenntnissen über die Produktpalette, versorgt, der erreicht, dass sich die jungen Menschen immer mehr mit ihrem Ausbildungsbetrieb identifizieren. Je unternehmensspezifischer die Kenntnisse sind, die im Rahmen von Weiterbildungen erworben werden, desto niedriger ist übrigens die Fluktuation. Denn solch spezifisches Wissen kann in anderen Unternehmen nicht oder nur bedingt angewandt werden.

 

So geht’s: Alle Azubis in 2 Tagen informiert

Mitgliedsunternehmen der „Gruppe der Bürodienstleister“ haben ihre Auszubildenden für 2 Tage zu einem wichtigen Hersteller für Büroartikel geschickt. Dieser schulte die jungen Leute gezielt über die eigenen Produkte. So erfuhren die Azubis viel über interaktive Präsentationsmedien, Whiteboards und andere digitale Medien, aber auch über die klassischen Produkte des Unternehmens. Für die Auszubildenden und die Ausbildungsbetriebe, die für den Vertrieb dieser Produkte zuständig sind, ist solches Wissen natürlich Gold wert.

Ganz gleich, ob Sie Produkte einkaufen oder ob Sie selbst Produkte und Dienstleistungen entwickeln und herstellen: In jedem Fall sollten gerade Ihre Azubis als künftige Leistungsträger hierüber genau Bescheid wissen. Das ist in den meisten Ausbildungsbetrieben allerdings nicht der Fall, da nicht jede produktorientierte Abteilung als Ausbildungsabteilung fungiert. Schon aus diesem Grund sollten Sie als Ausbildungsbetrieb dafür sorgen, dass Produktschulungen (gegebenenfalls auch extern bei Lieferanten)

  • stattfinden,
  • auf Auszubildende zugeschnitten sind,
  • sinnvolle unternehmensspezifische Ergänzungen darstellen,
  • in einer lockeren Atmosphäre stattfinden und
  • die Azubis in ihrer Arbeit wirklich weiterbringen.

Beachten Sie: Neben den positiven Auswirkungen auf Kenntnisstand, Verbundenheit mit dem Unternehmen und Fluktuation freuen sich Ihre Auszubildenden ganz sicher über einen abwechslungsreichen Blick über den Tellerrand. Und sie lernen Kollegen außerhalb des Ausbildungsgeschehens sowie Bereiche kennen, in denen sie später gegebenenfalls tätig werden können.

Autor: Martin Glania

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