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Ausbildungsmarketing
08.01.2019

Wer ist Ihr erfolgreichster Ex-Azubi?

Die Deutsche Bank ist heute kaum mehr Vorbild für andere Unternehmen – zu negativ waren die Schlagzeilen in den letzten Jahren. Wenn aber ein ehemaliger Auszubildender Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Kreditinstituts wird, dann ist das schon was. Und Sie sollten aufhorchen und sich fragen: Wie ist das eigentlich bei uns?

Christian Sewing hat im Jahr 1989 eine Berufsausbildung bei der Deutschen Bank begonnen. Damals hat das niemanden interessiert – außer vielleicht seine Eltern, seine Freunde, seine Ausbilder und ihn selbst. Er war einer von vielen Azubis, die im Kreditgeschäft tätig werden wollten. Knapp 30 Jahre später ist seine bankinterne Karriere auf ihrem Höhepunkt angekommen: Der ehemalige Azubi wurde Vorsitzender des Vorstands – inklusive Interview im „Heute Journal“.

Erfolgreiche und sehr erfolgreiche ehemalige Azubis gibt es in nahezu allen Ausbildungsunternehmen. Sie bekleiden Führungspositionen, leiten vielleicht selbst die betriebliche Ausbildung – manch einer bringt es zum Geschäftsführer. Da das ZDF aber leider nicht auf alle erfolgreichen Azubis zukommt und für ein Interview mit Marietta Slomka anfragt, müssen andere Wege her, um die interessante Geschichte bekannt zu machen.

Bringen Sie Ihren Karriere-Azubi in die Medien

Haben Sie einen Auszubildenden, der es ganz nach oben geschafft hat? Der heute im Unternehmen eine besondere oder besonders aufregende Position bekleidet? Oder es gibt gleich mehrere Kandidaten, die vor möglicherweise vielen Jahren oder Jahrzehnten ihre Ausbildung absolviert haben und heute eine Art Aushängeschild für Ihr Unternehmen sind? Dann sollten Sie das nutzen und diese Mitarbeiter Schritt für Schritt in den Medien bekannt machen.

So bringen Sie einen Azubi, der es geschafft hat, in die Medien

  1. Erstellen Sie eine Übersicht mit allen Mitarbeitern, die ihre Laufbahn in Ihrem Unternehmen als Auszubildende begonnen haben. Gehen Sie dabei zeitlich weit in die Vergangenheit und betrachten Sie ggf. die letzten 50 Jahre.
  2. Ermitteln Sie diejenigen Ihrer Kollegen, sogenannte Testimonials, die nach ihrer Ausbildung besonders erfolgreich waren.
  3. Sprechen Sie diese Kollegen an. Fragen Sie nach, ob sie angesichts der großen Herausforderungen im Ausbildungsmarketing bereit sind, Sie bei einer Kampagne als Testimonial zu unterstützen.
  4. Legen Sie anschließend fest, mit wem Sie eine Ausbildungsmarketing-Kampagne mit dem Schwerpunkt „Karriere mit Lehre“ durchführen wollen.
  5. Ziehen Sie in Erwägung, dies mit mehreren besonders erfolgreichen bzw. interessanten Mitarbeitern zu tun. Schließlich ist für die Medien auch eine mehrstufige Kampagne mit verschiedenen  leuchtenden Beispielen interessant

Planung und Umsetzung der Pressemitteilung

  1. Fotografieren Sie die Testimonials an ihrem Arbeitsplatz. Recherchieren Sie zudem ältere Fotos, die einzelne Karrierestufen belegen. Perfekt wäre es, wenn ein Foto aus der Ausbildungszeit zur Verfügung steht.
  2. Formulieren Sie mithilfe Ihrer Presseverantwortlichen und eines Testimonials eine Pressemitteilung, aus der hervorgeht, dass bei Ihnen „Karriere mit Lehre“ mehr ist als nur ein Schlagwort.
  3. Für den Fall, dass Ihnen mehrere Testimonials zur Verfügung stehen, betreiben Sie den Aufwand für alle.
  4. Flankieren Sie dieses Thema mit einer weiteren Pressemitteilung, welche die momentane Ausbildungssituation in Ihrem Unternehmen beleuchtet und Ausbildungsberufe, -voraussetzungen sowie Bewerbungsfristen benennt. Weisen Sie dabei auf besondere Ausbildungserfolge (zum Beispiel Prüfungsergebnisse oder Ihre Übernahmequote) hin.
  5. Verwenden Sie Überschriften und Schlagwörter, die zum Lesen animieren, zum Beispiel: „Von der Werkbank in den Vorstand“, „Ganz nach oben in 10 Jahren“ oder „Karriere mit Lehre – wie Akademiker von einem Ex-Azubi erfolgreich geführt werden“.
  6. Entwickeln Sie mithilfe Ihrer Presseabteilung einen Kampagnenplan, in dem Sie festlegen, wann Sie welchen Redaktionen Ihre Pressemitteilungen samt Bildmaterial zur Verfügung stellen.
  7. Rufen Sie in wichtigen Redaktionen an, damit Ihre Pressemitteilungen nicht untergehen.
  8. Verfolgen Sie das Presseecho, also den Erfolg Ihrer Kampagne. Verbreiten Sie Onlineartikel, Radioberichte und Interviews über Verlinkungen in sozialen Netzwerken und intern über Aushänge und Mailings.
Autor: Martin Glania

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