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Ausbildungsmarketing
23.11.2019

Ein Interview – zahlreiche Vorteile: Warum Azubis und Ausbilder gemeinsam antworten sollten

Es ist immer wieder erschreckend, wie wenig Jugendliche, die noch zur Schule gehen, über das Thema „Ausbildung“ und über bestimmte Berufe wissen. Man liest halt ungern in den Broschüren von Verbänden oder der Arbeitsagentur. Man hätte dagegen lieber Informationen aus 1. Hand – also direkt aus dem Ausbildungsbetrieb. Und genau das ist machbar – auch für Sie!

So beispielsweise hat das Maschinenbauunternehmen Piller Group im Internetportal „aktiv“, das sich als Ratgeber für Arbeitnehmer versteht, ein hilfreiches und lesenswertes Interview veröffentlicht. Unter der Überschrift „Der Ausbildungsleiter und ein Azubi … geben Tipps für den Berufsstart“ wurden 2 Personen interviewt, die aus verschiedenen Blickwinkeln heraus Fragen beantworteten.

Bei dem Interview spielten Themen eine Rolle, die Jugendliche interessieren:

  • Handhabung des Smartphones am Arbeitsplatz
  • Kennenlernen der Belegschaft in den ersten Tagen
  • Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten
  • Duzen oder Siezen im Ausbildungsbetrieb

Die Verwendung des gemeinsamen Interviews, an dem immer sowohl Angehörige des Ausbildungspersonals als auch – möglichst in gleicher Zahl – Azubis teilnehmen sollten, ist sowohl intern als auch extern möglich.

Interview für die Mitarbeiterzeitung: So sorgen Sie für ein gutes Ausbildungsklima

Ein solches Interview können Sie in der Mitarbeiterzeitung abdrucken. Damit ist die Zielrichtung eindeutig: Sie wollen, dass die Kollegen mehr über die Ausbildung erfahren. Sie bewirken, dass diese sowohl das Ausbildungspersonal als auch einzelne Azubis besser kennenlernen. Vor allem aber wecken Sie Verständnis für die Arbeit in der Ausbildung und führen der Belegschaft die Abläufe vor Augen.

Die Auswirkungen sind insbesondere atmosphärischer Art. Azubis werden wiedererkannt und auf ihren Beruf, bestimmte Tätigkeiten oder den Artikel in der Mitarbeiterzeitung selbst angesprochen. Damit gibt es gemeinsame Themen und konkrete Anhaltspunkte für ein angemessenes Verhalten im Unternehmen. So könnte ein Kollege frühzeitig darauf hinweisen, ob er beispielsweise geduzt oder gesiezt werden möchte, wenn er zuvor gelesen hat, dass dies für Azubis häufig ein Problem darstellt.

Interview für Ihr Ausbildungsmarketing: Machen Sie eine Broschüre daraus

Sie können auch Ihr Ausbildungsmarketing fördern und das Interview in einer Broschüre abdrucken. Dieser Artikel darf allerdings nicht allzu lang sein. Oft reicht es, wenn der Interviewer 3 bis 4 Fragen stellt und Sie die kurzen Antworten abdrucken. Verwendet werden kann eine solche Broschüre im Rahmen von Ausbildungsmessen, am Tag der offenen Tür oder – mit Genehmigung – in relevanten Schulen.

Was besonders gut wirkt: Die Teilnahme von Ausbildern und Ausbildungsleiter am Interview macht deutlich, dass die Atmosphäre in der Ausbildung stimmt und alle an einem Strang ziehen. Natürlich dürfen und sollten die Antworten von Azubis und Ausbildern schon mal in verschiedene Richtungen gehen. Sie sollten aber unbedingt eine gewisse Harmonie zum Ausdruck bringen.

Für die Öffentlichkeit: Ab in die großen Medien

Darüber können Sie wie im Beispiel oben das Interview für die Pressearbeit nutzen. Möglicherweise können Pressespezialisten in Ihrem Hause Kontakt zu Redaktionen aktivieren und so in Erfahrung bringen, ob und wann Interesse an einem Interview besteht. Machen Sie deutlich, dass Sie Pressevertreter gern für solche Zwecke empfangen.

Ein Beitrag von Martin Glania.

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