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Motivation
05.11.2019

Denken Sie auch mal an sich selbst: Mit diesen 10 Bausteinen sichern Sie Ihre Employability

Was unterscheidet eine Top-Führungskraft von einer mittelmäßigen? Und was einen gerade noch brauchbaren Mitarbeiter von einem, auf den Sie keinesfalls verzichten möchten? Über welche Fähigkeiten und Eigenschaften müssen Mitarbeiter und Führungskräfte verfügen, wenn sie für das Unternehmen nützlich sein und ihren Job auch in den nächsten Jahren behalten wollen?

Das Konzept Employability

Auf diese Fragen gibt das in Deutschland noch junge Konzept der Employability-Forschung (übersetzt: Beschäftigungsfähigkeit) Auskunft. Als vorausschauende Fach- und Führungskraft rate ich Ihnen, sich diesem Thema aus eigenem Antrieb und Interesse zu widmen. Denn Sie sind nicht nur „Führungskraft“, sondern haben durch Ihre Ausbildertätigkeit auch noch eine hohe Doppelbelastung. Auf die folgenden 10 Bausteine kommt es daher für Sie an.

  1. Baustein: Fachkompetenz

Sie haben das fachliche Wissen und Können, um Ihre Aufgaben im Unternehmen erfüllen zu können. Das wird von Ihrem Unternehmen vorausgesetzt – aber es reicht bei Weitem nicht mehr aus. Zusätzlich brauchen Sie noch ein ganzes Bündel weiterer Fähigkeiten.

  1. Baustein: Eigenverantwortung

Sie halten sich selbst bezüglich aller benötigten Kompetenzen auf dem Laufenden. Das Wissen dafür betrachten Sie nicht als Bringschuld des Unternehmens, sondern Sie beschaffen es sich selbst – z. B. mit Fachzeitschriften und über Informationsdienste. Sie tragen allein die Konsequenzen Ihrer Entscheidungen und die Verantwortung für Ihren Arbeitsbereich.  Zur Eigenverantwortung gehört auch die Sorge für die eigene körperliche und seelische Gesundheit.

  1. Baustein: Unternehmerisches Denken

Ihr Denken und Ihr Interesse hören nicht vor Ihrer Büro- oder Abteilungstür auf und beschränken sich auch nicht auf kurzfristige Erfolge oder Prämienzahlungen. Betrachten Sie Ihre (Ausbildungs-)Arbeit und die Ihrer Abteilung stattdessen als Teil eines unternehmensweiten Prozesses. Sie verstehen, wie die einzelnen Prozesse ineinandergreifen, und bedenken die Auswirkungen Ihrer Handlungen auf die anderen Abteilungen und das Gesamtunternehmen.

  1. Baustein: Initiative

Sie warten nicht passiv auf weitere Aufgaben oder Herausforderungen, die man an Sie heranträgt, sondern entwickeln eigene Ideen, werden selbst aktiv, machen Vorschläge und erarbeiten Strategien. Sie verstehen sich als Problemlöser für Ihre Vorgesetzten und das Unternehmen.

  1. Baustein: Fleiß und Disziplin

Die Wörter mögen altmodisch klingen, die Inhalte haben aber Zukunft: Sie engagieren sich auch unter schwierigen Bedingungen für das Unternehmen und bleiben am Ball, trotz Widerständen oder Gegenwind vom Kunden. Sie nehmen die Herausforderungen an, von deren Sinn und Notwendigkeit Sie überzeugt sind. „Dienst nach Vorschrift“ ist kein Begriff, der zu Ihnen passt.

  1. Baustein: Lern- und Veränderungsbereitschaft

Als Ausbilder sind Sie grundsätzlich offen für Neues, akzeptieren Veränderungen und können sich flexibel darauf einstellen. Sie wissen, dass Sie sich nicht auf Erreichtem ausruhen können, sondern ständig dazulernen müssen. Sie tun das mit Freude auch ohne expliziten Druck von außen.

  1. Baustein: Belastbarkeit

Ihre Tätigkeit als Führungskraft in Kombination mit Ihrer Doppelrolle als Ausbilder kann man nicht gerade als Komfort-Arbeitsplatz bezeichnen. Sie stehen permanent unter Erfolgsdruck und haben die psychische Kraft, dies auszuhalten. Sie behalten auch dann die Nerven und den Überblick, wenn andere bereits nervös werden.

  1. Baustein: Kommunikations- und Teamfähigkeit

Sie möchten mit Ihren Azubis, Mitarbeitern und Kollegen konstruktiv zusammenarbeiten und können das auch. Ihre Kommunikation ist eindeutig und effizient.  Sie reden Klartext und setzen sich durch, wenn es nötig ist.

  1. Baustein: Frustrationstoleranz und Realismus

Sie können eigene Fehlschläge einstecken und verarbeiten und auch einmal Fehlentscheidungen höherer Stellen akzeptieren. Konflikte können Sie Konstruktiv für alle Beteiligten zu lösen, sodass jeder sein Gesicht wahren kann. Ihnen ist durchaus bewusst, dass Sie selbst nicht Superman sind, und Sie bemühen sich, Ihren Azubis und Mitarbeitern wie auch sich selbst gegenüber kritisch, aber wohlwollend zu sein.

  1. Baustein: Reflexionsfähigkeit

Sie nehmen sich regelmäßig bewusst eine Auszeit, um sich selbst, Ihre Situation und Ihre Fähigkeiten im Hinblick auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen einzuschätzen. Sie sind selbstkritisch genug, um sich eigene Fehler einzugestehen und daraus zu lernen. Und Sie sind in der Lage, Auswege aus vermeintlichen Sackgassen zu finden. Sie blicken über den Tellerrand Ihres Fachgebietes, Ihrer Abteilung und Ihres Unternehmens und setzen sich Ziele für Ihr weiteres Leben.

Ein Beitrag von Günter Stein.

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