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Ausbildungsmarketing
30.04.2018

Azubimarketing 1.1: Werbung auf dem Dienstwagen

Wer Ausbildungsmarketing betreibt, der sollte auch Varianten klassischer Werbeplattformen nutzen. Wenn eine tolle Idee dahintersteckt, ist statt Azubimarketing 2.0 manchmal auch Ausbildungsmarketing 1.1 – also vollständig offline – sinnvoll.

So hat ein niedersächsisches Restaurant ein sogenanntes Azubi-Auto angeschafft. Dieses Auto kann ein Auszubildender während seiner gesamten Ausbildungszeit nutzen. Die Kosten hierfür trägt der Ausbildungsbetrieb, das Restaurant Schulz in Mariensee. Hintergrund dieser Maßnahme ist der Azubi-Mangel, der im Gaststättengewerbe in besonderem Maße um sich greift. Mit der Idee des Azubi-Autos ist es gleich auf doppelte Art und Weise möglich, positive Effekte im Ausbildungsmarketing zu erzielen.

Azubi-Auto: 2 Pluspunkte für die Azubi-Akquise

  1. Ein eigenes Auto nutzen zu können, ist für einen potenziellen Auszubildenden, der sich dies normalerweise nicht leisten könnte, ein herausragendes Argument, um eine Ausbildung in einem Unternehmen zu beginnen. Natürlich müssen die Ausbildungsverantwortlichen bei der Bewerberauswahl darauf achten, dass der potenzielle Azubi tatsächlich Interesse am Ausbildungsberuf und am Unternehmen hat. Das Azubi-Auto ist ein Argument, das im Zweifelsfall den Ausschlag geben kann. Es darf aber niemals grundsätzlich entscheidend für eine Bewerbung sein.
  2. Zudem ist ein Auto ein Werbeträger. Dieser Effekt ist dem Gastronomiebetrieb aus Niedersachsen besonders wichtig: Der Azubi hat die Aufgabe, das Auto an exponierten und wechselnden Standorten zu parken. So können potenzielle Bewerber, deren Freunde oder Eltern den Schriftzug lesen: „Azubimobil – dein Dienstwagen“. Darunter ist eine Internetseite angegeben, auf der man sich bewerben kann. So weiß jeder, worum es dem Ausbildungsbetrieb geht, wo ein Ausbildungsplatz angeboten wird, wie man sich bewirbt und welchen zusätzlichen Bonus der Ausbildungsbetrieb anbietet.

Idee ist auch auf größere Betriebe übertragbar

Natürlich bietet sich diese Idee vor allem bei kleinen Betrieben an, die nur einen oder wenige Auszubildende beschäftigen. Steht ein Auto für einen Azubi zur Verfügung, bedeutet das maximalen Nutzen für potenzielle Bewerber. Werden mehrere oder sogar viele Auszubildende beschäftigt, dann ist die Kreativität des Ausbildungsunternehmens gefragt, die Werbefläche Azubi-Auto trotzdem zu nutzen.

Es bietet sich an, ein Azubi-Auto anzuschaffen, das abwechselnd von allen Auszubildenden (oder von allen Azubis eines Ausbildungsjahres) genutzt wird. Zudem ist denkbar, einen Kraftwagen als Belohnung für besondere Leistungen und für eine bestimmte Zeit (beispielsweise für ein Ausbildungsjahr) auszusetzen. Letztendlich ist es auch denkbar, mehrere Azubi-Autos anzuschaffen. Dann sind diese nicht nur von mehreren Auszubildenden nutzbar, sondern gleichzeitig vervielfacht sich der Werbeeffekt.

Beachten Sie: Allerdings sollte das Auto mit der Werbefläche tatsächlich an exponierten Standorten geparkt werden – zumindest zeitweise. Dies könnte Teil der Vereinbarung mit einem Auszubildenden sein. Es macht wenig Sinn, ein solches Auto in der Garage oder auf dem Firmenparkplatz abzustellen. Dann würde der Werbeeffekt gegen null gehen. Nutzt der Azubi hingegen seine „Ausflüge“ in der Mittagspause oder auswärtige Erledigungen wie Botengänge, indem er den Wagen nimmt und gezielt publikumswirksam fährt und parkt, wird eine effektive Umsetzung schnell möglich.

Wie Ihnen Ihre Azubis beim Ausbildungsmarketing helfen können, erfahren Sie hier!

Autor: Martin Glania

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