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Recruiting
16.10.2018

„Azubi-fit“: Veranstalten Sie einen Azubis-Workshop und profitieren Sie selbst

Was sollte ein Auszubildender wissen, wenn er eine Ausbildung beginnt? Was genau könnte der künftige Ausbildungsbetrieb von ihm erwarten? In Ihren Unternehmen gibt es – einschließlich Ihrer Person – vermutlich mehrere Fachleute, die auf solche Fragen die Antworten haben. Da Schüler, die sich aktuell bewerben, genau solche Fragen stellen: Nutzen Sie diese Situation und veranstalten Sie einen Workshop.

In einer solchen Veranstaltung machen Sie Bewerber und künftige Auszubildende fit für die Ausbildung. Aus eigener Erfahrung wissen Sie wahrscheinlich ganz genau, wo es bei Azubis am meisten hapert. Das geht von Bewerbungen über mangelnde Kenntnisse zu Rechten und Pflichten bis hin zum Umgang mit der Ausbildungsvergütung. Hierzu können Sie nützliche Tipps geben – beispielsweise in einem Workshop zu Themen wie Aufgaben von Auszubildenden, vermögenswirksame Leistungen oder Berufsausbildungsbeihilfe.

Wenn Sie gute Kontakte zu einer Schule haben, die über Abschlussklassen 9, 10, 12 und/oder 13 verfügt, dann scheuen Sie sich nicht, der Schulleitung oder Ihnen bekannten Lehrern einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. Es gibt zwar in einigen Schulen berufsvorbereitenden Unterricht, oft fehlt aber die Kompetenz, die sich aus betrieblicher Erfahrung speist. Hier sind Sie jedem Lehrer einen Schritt voraus. Und genau dort setzen Sie Ihren Hebel an.

Workshop für künftige Azubis: Das sind Ihre Vorteile

Von einer Veranstaltung, die die künftige Ausbildung zum Thema hat, profitieren alle Beteiligten:

  1. Die Schüler sind zum einen über eine Abwechslung vom oftmals als dröge empfundenen Unterrichtsgeschehen dankbar. Vor allem aber können sie bereits jetzt betriebliches Wissen abschöpfen, Rahmenbedingungen der Berufsausbildung kennenlernen und gezielt Fragen stellen.
  2. Die Schule profitiert ebenfalls, weil sie sich den Ruf erwirbt, praxisnahe Inhalte zu vermitteln und Kontakte in die Wirtschaft zu haben. Diese Argumente sind gerade für Schüler interessant, die eine Berufsausbildung einem Studium vorziehen. Innerhalb der Schule freuen sich zudem auch die Lehrer, weil ihnen im Rahmen der Berufsvorbereitung Wissensvermittlung abgenommen wird, die sie hätten aufwendig vorbereiten müssen.
  3. Der Hauptprofiteure sind allerdings Sie bzw. das Ausbildungsunternehmen. Wenn Sie regelmäßig solche Workshops veranstalten, dann haben Sie in einem sehr frühen Stadium bereits die Chance, die Ausbildung in Ihrem Unternehmen positiv darzustellen. Gerade dann, wenn der Referent, bei dem es sich auch um einen oder mehrere Azubis handeln könnte, natürlich und sympathisch rüberkommt, ist das für viele junge Menschen ein Qualitätskriterium. Sie als Ausbildungsunternehmen haben damit die Chance, auf der Bewerbungsliste leistungsstarker künftiger Azubis ganz oben zu stehen.

Ein Beispiel, wie eine solche „Azubi-fit-Veranstaltung“ erfolgreich durchgeführt werden kann, liefert die Volksbank im Märkischen Kreis. Bei dem seit Jahren laufenden Projekt werden junge Menschen kurz vor oder während der Ausbildung rund um das Thema Finanzen geschult. Im Rahmen der entsprechenden Veranstaltungen geht es im Einzelnen um Kontoführung und Zahlungsverkehr, um Finanzierung und die Verhinderung von Überschuldung sowie um Geldanlage. Das Kreditinstitut weist darauf hin, dass sowohl die Ausbildungsbetriebe als auch Auszubildende von der im Workshop erworbenen Kompetenz profitieren.

Autor: Martin Glania

 

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