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Ausbildungsmarketing
05.01.2019

Wie Sie ein jährliches Azubi-Treffen organisieren – und davon profitieren

Azubis eines Unternehmens oder einer Unternehmensgruppe sollten sich kennen. Das gilt für die verschiedenen Berufsfelder, Standorte und Filialen. Aber auch die Azubis von Tochter- und Schwesterunternehmen sollten sich hin und wieder treffen. Wer es schafft, alle seine Azubis an einen Tisch zu bringen, der stärkt den Zusammenhalt.

Hat ein Unternehmen verschiedene Standorte, dann haben die Auszubildenden häufig nicht viel miteinander zu tun. Möglicherweise kennt man sich über die unternehmensinterne Kommunikation, also vom Telefon oder aus E-Mails. Aber ein gemeinsames Durchsprechen der eigenen Ausbildung, ein Austausch über Schul- und Prüfungserfahrung und über andere wertvolle Dinge, die Auszubildende voranbringen, sind eher selten.

Dieses Problem betrifft nicht nur Unternehmen, die verschiedene Standorte oder Filialen haben. Selbst innerhalb eines größeren oder mittelständischen Unternehmens haben keineswegs alle Azubigruppen Kontakt untereinander. Gewerbliche und technische Auszubildende durchlaufen eine völlig andere Ausbildung als beispielsweise kaufmännische Azubis. Da sind Berührungspunkte selten, was sehr schade ist.

Azubi-Treffen: mit einfachen Mitteln viel erreichen

Auch beim Caritasverband Kleve sieht die Situation nicht anders aus. Auch dessen Azubis werden an verschiedenen Standorten eingesetzt. Zudem befinden sie sich in unterschiedlichen Ausbildungsjahren und Fachseminaren. Normalerweise ist es also keineswegs gewährleistet, dass sich die Azubis des Verbands im Laufe der Ausbildung kennenlernen.

Das wollte der Caritasverband ändern: Bereits zum 2. Mal hat er 2018 für seine Azubis ein Treffen organisiert, das für einen umfassenden Erfahrungsaustausch genutzt wurde. Zu der freiwilligen Veranstaltung erschienen 10 der 12 Auszubildenden. Diese nutzen die Gelegenheit, sich über Arbeitsweisen, aber auch über Unsicherheiten und Unzufriedenheit auszutauschen.

Regelmäßige Azubi-Treffen sind geplant

Durch den Blick über den Tellerrand des eigenen Ausbildungsumfeldes werden die Azubis des Caritasverbands dazu motiviert, eigene Vorschläge einzubringen, um die Ausbildung der einzelnen Standorte des Unternehmens zu optimieren. Der Caritasverband plant, eine solche Zusammenkunft aller Auszubildenden jährlich zu wiederholen.

 

Azubi-Treffen: künftig auch bei Ihnen?

Ist Ihr Ausbildungsbetrieb Bestandteil einer Unternehmensgruppe, gibt es verschiedene Standorte und Filialen, an denen Auszubildende beschäftigt sind, dann ist es umso wichtiger, diese Idee aufzugreifen. Wenn Sie Ihren Auszubildenden einen solchen Austausch organisieren, finanzieren und damit ermöglichen, hat das Vorteile für alle Beteiligten:

  1. Sie werden von den Auszubildenden als mitarbeiterorientiertes Unternehmen wahrgenommen, das seine Auszubildenden wertschätzt. Das gilt erst recht, wenn eine solche Zusammenkunft mit erheblichen Kosten verbunden ist, die das Unternehmen trägt.
  2. Ihre Azubis erfahren, was im Gesamtunternehmen oder in der gesamten Unternehmensgruppe passiert. Sie können die neu gewonnen Erkenntnisse für die Ausbildung und ihre künftige Arbeit nutzen.
  3. Wissen und Erkenntnisse über bestimmte betriebliche oder schulische Themen sowie über Prüfungsbelange können ausgetauscht werden. Das stärkt die Motivation, sorgt für Orientierung und kann sogar den Notenschnitt und das Prüfungsergebnis spürbar anheben.
  4. Darüber hinaus erfahren Auszubildende einiges über die Beschäftigungsmöglichkeiten nach der Ausbildung – über den eigenen Standort hinaus.
  5. Der Zusammenhalt unter den Azubis wird gestärkt. Je nachdem, inwieweit das Ausbildungspersonal einbezogen wird, kann das auch für die Beziehung zwischen Azubis und Ausbildern gelten.
Mein Tipp: Einen zusätzlichen positiven Effekt erreichen Sie, wenn Sie die Medien miteinbeziehen. Versenden Sie nach einer solchen Veranstaltung eine Pressemitteilung. Denken Sie auch daran, Bildmaterial mitzuschicken. Hierzu ist allerdings Voraussetzung, dass die teilnehmenden und erkennbar abgebildeten Auszubildenden mit einer Veröffentlichung einverstanden sind.

Alternative für Kleinbetriebe

Falls die Größe Ihres Ausbildungsunternehmens ein solches Treffen überflüssig macht, da sich alle Auszubildenden gut kennen und miteinander auskommen, lassen sich auch überbetriebliche Events organisieren. Fragen Sie bei Ihrer Kammer doch einmal nach, ob es entsprechende Angebote für kleinere Ausbildungsunternehmen gibt.

Autor: Martin Glania

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