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Ausbildungsmarketing
24.01.2019

Azubi-Social-Day – eine Idee mit Außenwirkung

„Tue Gutes und rede darüber.“ Nach dieser Devise verfahren Unternehmen, die sich gerne sozial engagieren und als Nebeneffekt ihr Renommee aufwerten. Gerade Ausbildungsunternehmen, die auf sich aufmerksam machen wollen, sollten ebenfalls in diese Richtung denken.

Soziale Projekte mit jungen Menschen können sich für alle Beteiligten lohnen. Das gilt für die Einrichtungen, die davon profitieren. Das gilt für die Azubis, die eine Abwechslung vom betrieblichen Alltag haben und sich solchen Aufgaben oftmals mit Begeisterung widmen. Und das gilt für Ausbildungsunternehmen, die viele neue Erkenntnisse gewinnen.

Beachten Sie: Genau aus diesem Grund sollte soziales Engagement niemals ohne begleitende Pressearbeit stattfinden. Schließlich haben Sie keine einzige Bewerbung um Ausbildungsplätze zu verschenken. Sie stehen im Kampf um die besten und motiviertesten Schulabgänger und sollten mit positiven Projekten öfter in den Medien erwähnt werden als Ihre Konkurrenz.

Leuchtendes Beispiel in Bergisch Gladbach

Dass sich soziales Engagement realisieren und vermarkten lässt, zeigt der Azubi-Social-Day, der 2018 in Bergisch Gladbach in die 3. Runde ging. Nach dem Start im Jahr 2016, als sich 12 Unternehmen und 57 Auszubildende freiwillig für soziale Arbeit zur Verfügung stellten, waren es 2018 insgesamt 21 Betriebe und fast 200 Auszubildende. Durchgeführt wurde der Azubi-Social-Day von der regionalen Industrieakzeptanz-Offensive. Die Idee dahinter: Die Auszubildenden engagieren sich 1 Tag für eine soziale Einrichtung. Sie basteln in einem Heim mit Kindern, sie reparieren in einem Kinderdorf Fahrräder oder sie besuchen mit Demenzkranken einen Zoo. Das ist für junge Menschen ohne großen Aufwand möglich. Das Schöne daran: Wenn Sie es schaffen, in diesem Rahmen ehrenamtlich soziale Arbeit zu leisten, schaffen Sie es in der Regel auch, positiv in den Medien erwähnt zu werden.

 

Azubi-Social-Day: eine interessante Idee?

Natürlich ist ein Tag des sozialen Engagements von Jugendlichen – und speziell von Auszubildenden – in allen Regionen Deutschlands möglich. Es kommt vor allem darauf an, dass jemand ein solches Projekt in die Hand nimmt. Dabei kann es sich um Kammern, Verbände oder Gewerkschaften handeln. Oder ein einzelnes Unternehmen ruft für seine eigenen Auszubildenden einen sozialen Tag ins Leben.

Nutzen Sie Ihre Kontakte

Wenn Sie mit Institutionen und anderen Unternehmen gut vernetzt sind, können Sie diese Kontakte nutzen, um bei einem Azubi-Social-Day in der 1. Reihe und vom 1. Tag an dabei zu sein. Ihr Vorteil: Das soziale Engagement wird in erster Linie mit Ihnen in Verbindung gebracht. Ihren Auszubildenden erhalten besondere Aufmerksamkeit und Ihre Pressemitteilungen haben in den Medien besonderes Gewicht.

Autor: Martin Glania

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