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Ausbildungsmarketing
19.02.2019

Azubi-Akquise durch Sponsoring: So geht’s

Als Ausbildungsunternehmen fühlen Sie sich Ihrer Region verbunden. Sie genießen einen guten Ruf, den Sie gezielt ausbauen wollen. Das gelingt Ihnen bestens, wenn Sie als Sponsor von Veranstaltungen auftreten, die insbesondere junge Menschen anziehen. So haben Sie die Möglichkeit, direkt oder indirekt über Ausbildungsaktivitäten zu informieren und Ihr Ausbildungsmarketing zu pushen.

Die bevorstehende warme Jahreszeit gibt Ihnen Gelegenheit, im Rahmen von Sport- und anderen Outdoorveranstaltungen als Sponsor aufzutreten. Nutzen Sie Frühlings- und Sommerfeste von Sportvereinen, größere Fußball- und Feldhockeyturniere, Leichtathletikveranstaltungen im Jugendbereich und kommunale Events im Kulturbereich, um als Sponsor in Erscheinung zu treten.

Sponsoring ist ein Instrument, das perfekt zur Vermarktung von Ausbildungsleistungen, also zum Ausbildungsmarketing, geeignet ist. Schließlich sind die meisten Veranstaltungen im Sport- und Kulturbereich so angelegt, dass sie junge Leute anziehen. Ihre Zielgruppe ist also vor Ort, was Grund genug ist, Ihren Namen als Ausbildungsunternehmen deutlich mit der Veranstaltung zu verknüpfen. Nutzen Sie diese Chance und informieren Sie die Besucher über die Ausbildung bei Ihnen, beispielsweise indem Sie

  • Flyer auslegen,
  • einen Stand aufbauen,
  • als Trikot-Sponsor mit markanter Web-Adresse auftreten,
  • Ihre Azubis als Informanten einbeziehen oder
  • umfassenden Einblick in Ihr Unternehmen gewähren – beispielsweise anhand einer Ausstellung (Texte, Fotos, Plakate).

Das sind die Vorteile des Sponsorings

Als Sponsor von Veranstaltungen für junge Leute profitieren Sie auf 3 Ebenen:

Ebene 1: Sie erreichen neue Zielgruppen. Statt sich, wie sonst üblich, auf bestimmte Schulen zu konzentrieren, knüpfen Sie auf von Ihnen geförderten Veranstaltungen unabhängig von der Schulzugehörigkeit neue Kontakte. So können Sie Ihre Zielgruppe erweitern, beispielsweise im Hinblick auf Bewerber mit Hochschulreife.

Ebene 2: Sie steigern den Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens und verzeichnen einen Imagegewinn. Wenn die Veranstaltungen, die Sie sichtbar fördern, Spaß bereiten und von jungen Menschen als angenehm und erfolgreich empfunden werden, schlägt sich das positiv auf den Ruf Ihres Unternehmens nieder.

Ebene 3: Ihre derzeitigen Auszubildenden werden an das Unternehmen gebunden. Sie haben das Gefühl, bei einem modernen Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb beschäftigt zu sein. Darüber hinaus können Ihre Azubis im Rahmen einer Projektgruppe bei der Organisation der Sponsoring-Aktivitäten behilflich sein.

 

So fördern Sie individuell erfolgreich

Der beschriebene Weg, Veranstaltungen zu fördern, ist sicherlich Erfolg versprechend. Manchmal führt aber auch individuelles Sponsoring zum Ziel. Ihr Unternehmen könnte beispielsweise einen aufstrebenden Musiker oder einen vielversprechenden Sportler aus Ihrer Region fördern. So können Sie Ihren Unternehmensnamen, Ihr Logo und gegebenenfalls auch eine Internetadresse, auf der Ihre Ausbildungsmöglichkeiten dargestellt werden, in den Medien platzieren. Das kann durch Schriftzüge auf Shirts, Jacken und Basecaps geschehen, die auf Fotos in der Zeitung oder sogar im Rahmen eines TV-Interviews sichtbar werden.

Besonders wirkungsvoll ist ein individuelles Sponsoring, wenn sich die geförderte Person positiv zum Unternehmen äußert, beispielsweise auch in sozialen Netzwerken. Im besten Fall ist sie sogar selbst Auszubildender bei Ihnen und damit ein idealer Werbeträger für die Ausbildung in Ihrem Unternehmen.

So wird Ihr Sponsoring als Betriebsausgabe anerkannt

Das Sponsoring sollte Ihre Steuerbelastung als Betriebsausgabe mindern. Das ist wichtig, wenn Sie sich für bestimmte Projekte entscheiden. Schließlich müssen Sie die Ausgaben für Sponsoring vor der Unternehmensführung bzw. Ihrem Finanzwesen rechtfertigen. Achten Sie daher auf Folgendes, damit Ihre Sponsoring-Ausgaben als Betriebsausgaben anerkannt werden:

  1. Sorgen Sie dafür, dass das junge Publikum Sie als Sponsor, der für seine Ausbildung wirbt, wahrnimmt. Nur dann wird das Finanzamt die Ausgaben als Betriebsausgaben und nicht als Spende einstufen.
  2. Darüber hinaus sollte die gesponserte Institution oder Person als Gegenleistung für Ihr Unternehmen werben, beispielsweise auf Veranstaltungshinweisen und Plakaten.
  3. Ihre Leistung als Sponsor und die Gegenleistung der gesponserten Institution oder Einzelperson sollten in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen.
Autor: Martin Glania

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