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Ausbildungsmarketing
01.06.2018

Ausbildungsmarketing über Facebook

Wer Ausbildungsmarketing mithilfe sozialer Netzwerke betreibt, kommt an Facebook nicht vorbei: Die Nutzerzahlen sind beachtlich und die Marketingmöglichkeiten vielfältig. Doch ist die Betreuung einer Facebook-Ausbildungsseite mit Arbeit und Gefahren verbunden.

Das sind die Vorteile bei der Nutzung von Facebook im Ausbildungsmarketing:

  • einfache Ansprache junger Menschen, da diese ohnehin in sozialen Netzwerken unterwegs sind
  • kostengünstige Nutzungsmöglichkeiten, weil Kosten erst entstehen, wenn Beiträge gezielt beworben oder Seiten hervorgehoben werden
  • Möglichkeit, sich individuell zu präsentieren, auf Rahmenbedingungen rund um die Ausbildung präzise hinzuweisen und die Darstellung durch unterstützende Apps zu optimieren
  • einfache Bedienbarkeit fast ohne weitere Erklärungen durch übersichtliche Gestaltung der Oberfläche
  • beachtliche Reichweite, die auch das gezielte Ansteuern bestimmter Personengruppen ermöglicht

Das ist der – nicht zu verachtende – Aufwand für Sie

Die Erstellung und Betreuung einer Facebook-Seite ist kein Selbstläufer. Es müssen Personen im Unternehmen dafür verantwortlich sein, aktuelle Inhalte – z. B. zu Ihrer Ausbildungsarbeit – zu veröffentlichen. Es sollten gezielt Internetnutzer auf die Seite gelockt werden – auch mithilfe Ihrer Azubis, die entsprechende Inhalte teilen können. Vor allem aber ist die Kommunikation zu moderieren, wobei Regeln zu beachten sind. Ansonsten kann die Diskussion in eine nicht gewünschte, schädigende Richtung gehen.

Das sind die konkreten Nachteile

Neben der aktuellen Datenschutzproblematik sind auch folgende Aspekte zu bedenken:

  • Die hohe Reichweite gilt auch für negative Beiträge von Usern. Wenn sich erst einmal ein Shitstorm entwickelt und ausgebreitet hat, lassen sich die negativen Folgen kaum mehr aufhalten.
  • Es ist nicht ratsam, Daten potenzieller Bewerber über Facebook einzusammeln. Nach wie vor ist der Datenschutz-Standard von Facebook mangelhaft. Das Übermitteln persönlicher Daten und von Bewerbungsunterlagen sollte daher jenseits von Facebook – online oder per E-Mail – erfolgen.
  • Möglicherweise haben Sie in den letzten Monaten beobachtet, dass es gerade in der jungen Generation rund um Facebook ruhiger geworden ist. Junge Menschen zwischen 15 und 20 Jahren orientieren sich teilweise in andere Richtungen – beispielsweise zu Instagram oder Snapchat. Das Durchschnittsalter der Facebook-User dürfte somit steigen und das Portal könnte für die Zielgruppe der Schulabgänger mittelfristig uninteressant werden.

 

Mein Fazit für Sie

Wenn Sie auf Ausbildungsmarketing in sozialen Netzwerken setzen, ist der Marktführer für Sie der 1. Ansprechpartner: Facebook. Die Strukturen von Facebook lassen eine gezielte Azubi-Akquise zu, da Texte, Bilder, Filme und Verlinkungen ohne Weiteres eingestellt werden können. Verzichten Sie jedoch keineswegs auf eine Betreuung und Moderation der Diskussionen rund um Ihre Beiträge.

Mein Tipp: Übertragen Sie Ihren Auszubildenden einen Teil der Verantwortung. Zum einen sind Ihre Azubis glaubwürdig und jeder kann anhand ihres Profils erkennen, dass sie sich wirklich bei Ihnen in Ausbildung befinden. Zum anderen sind die meisten Ihrer Azubis dem Rest der Belegschaft bei der Handhabung sozialer Netzwerke überlegen.

Autor: Günter Stein

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