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Ausbildungsmarketing
11.09.2018

Ausbildungsmarketing: Gehen Sie in die Herbstoffensive

Kontakt zu Schulen in Ihrer Region knüpfen, eine Ausbildungsveranstaltung durchführen und an mindestens 1 Messe teilnehmen – wer wirklich erfolgreich sein will mit seinem Ausbildungsmarketing, der sollte jetzt vielfältig handeln. Der Herbst ist hierfür genau die richtige Jahreszeit.

In den Monaten September bis November – je nachdem, wie Ihre Bewerbungsfrist liegt – müssen Sie am Ausbildungsmarkt unbedingt aktiv sein. Niemand darf übersehen, dass Sie ausbilden, dass sich eine Ausbildung bei Ihnen lohnt und dass Sie jungen Menschen eine langfristige Perspektive bieten. Nutzen Sie verschiedene Möglichkeiten des Ausbildungsmarketings, um omnipräsent zu sein.

Intensivieren Sie den Kontakt mit Schulen

Schulen in Ihrer Region, in denen Klassen des vorletzten oder des letzten Schuljahres unterrichtet werden, sind für Ihr Ausbildungsmarketing von großer Wichtigkeit. Viele Schüler der 9. und 10. Klassen, aber auch angehende Abiturienten in der Oberstufe sind noch weitgehend unentschlossen, was ihre berufliche Zukunft angeht. Wenn Sie es schaffen, entsprechende Informationen über Ihre Ausbildung in relevante Schulen zu tragen, dann nutzt das

  • Ihnen und Ihrem Unternehmen, weil Sie das Bewerberaufkommen steigern,
  • den Schülern, denen Sie Interessantes über die Berufswelt erzählen können und zudem Abwechslung vom trockenen Schulalltag bescheren,
  • den Schulen selbst, die aufgrund teils mangelnder außerschulischer beruflicher Erfahrung von Lehrern Probleme haben, im Rahmen der Berufsvorbereitung wirklich realistische Einblicke zu geben.

Beachten Sie: Der 1. Kontakt zu einer Schule sollte immer über die Schulleitung erfolgen. Um im weitesten Sinne Marketingmaßnahmen an einer Schule durchführen und Flyer über Ihre Ausbildungsarbeit verteilen zu dürfen, brauchen Sie eine Genehmigung. Fragen Sie konkret nach, was möglich ist. Im besten Falle können Sie im Rahmen der Berufsvorbereitung eine Unterrichtseinheit zum Thema Ausbildung selbst durchführen oder als Experte assistieren und zur Verfügung stehen.

Alternative Möglichkeiten an Schulen:

  • gezielte Informationen an Eltern im Rahmen eines Elternabends
  • Aushänge am Schwarzen Brett
  • Infostand auf dem Schulhof oder in der Pausenhalle zum Thema Ausbildung (ggf. gemeinsam mit der Arbeitsagentur)
  • Einladung von Abschlussklassen in Ihr Unternehmen zu einem Informationstag oder einer Betriebsführung

 

Treten Sie im Rahmen von Veranstaltungen auf

Nutzen Sie die Möglichkeit, sich im bevorstehenden Herbst auf einer Veranstaltung als Ausbildungsbetrieb zu präsentieren. Engagieren Sie sich dafür vor allem auf regionalen Ausbildungsmessen. Informieren Sie sich bei Ihrer Kammer und bei der Arbeitsagentur über entsprechende Termine und die jeweiligen Zielgruppen.

Ein gelungener Messeauftritt zeichnet sich dadurch aus, dass Interessenten am Messestand selbst aktiv sein können. Fragen Sie vor allem Ihre eigenen Auszubildenden, was junge Menschen an Messeaktivitäten erwarten. Darüber hinaus ist es wichtig, Ihre Azubis am Messestand einzubinden. Sie sind für die Zielgruppe die glaubwürdigsten Botschafter ihres Unternehmens.

Etwas mehr Aufwand, aber umso zielgruppengerechter: Ihre eigene Veranstaltung

Wenn Sie einige Wochen vor Bewerbungsende eine eigene Veranstaltung auf die Beine stellen, die von jungen Menschen und deren Familien akzeptiert und gut besucht wird, ist das die Grundlage für ein Plus an qualifizierten Bewerbungen. Ein „Tag der offenen Tür“, alternativ eine „Nacht der Bewerber“ (in den Abendstunden) oder ein „Tag der Ausbildung“ – die Möglichkeiten sind vielfältig. Das Wichtigste: Sie kommunizieren Ihre Veranstaltung in Schulen, in sozialen Netzwerken, über Ihre internen Medien und in Ihrem Onlineauftritt. Dabei binden Sie Ihre Azubis mit ein. Denn diese haben in sozialen Netzwerken zahlreiche nützliche Kontakte.

Melden Sie Ihre Ausbildungsplätze an die Arbeitsagentur

Die Möglichkeit, die eigenen Ausbildungsplätze der Arbeitsagentur zu melden, wird häufig vernachlässigt. Dabei muss bedacht werden, dass zahlreiche Auszubildende Kontakt mit der Agentur suchen, um potenzielle Ausbildungsbetriebe zu erfragen. Manch einer tut das auch sehr kurzfristig. Gerade dann, wenn kurz vor Ausbildungsbeginn noch ein Platz frei ist oder ein erfolgreicher Bewerber doch noch abspringt, sollte das die für Sie zuständige Agentur für Arbeit wissen.

Mein Tipp: Vereinbaren Sie doch mal einen Termin mit dem Arbeitgeber-Service Ihrer Agentur. Dort stellen Sie sich als Ausbildungsbetrieb vor, der für jede Bewerbung dankbar ist. So sorgen Sie für Präsenz – auch in den Köpfen Ihrer Kontaktperson in der Arbeitsagentur.

Autor: Martin Glania

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