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Ausbildungsmarketing
12.06.2018

Ausbildungsmarketing: Klare und kurze Botschaften wirken

Ihr Ausbildungsunternehmen kümmert sich mit Hingabe um seine Auszubildenden und damit um den eigenen Nachwuchs. Sie wissen das, Ihre Azubis und Kollegen auch. Aber draußen weiß das nicht jeder. Diese Situation wollen Sie ändern. Deshalb haben Sie vor, im Rahmen Ihres Ausbildungsmarketings zu verbreiten, wie gut Azubis bei Ihnen aufgehoben sind. Was jetzt wichtig ist: Fassen Sie sich kurz und formulieren Sie prägnant.

Als Ausbildungsverantwortlicher kennen Sie die Situation in Ihrem Ausbildungsbetrieb natürlich im Detail. Sie wissen, in welche Bereiche Sie viel Energie gesteckt haben, wo es kompliziert war, eine Lösung zu finden, und wie hart es war, den Ausbildungserfolg zu realisieren. Genau diese Details würden Sie gerne der Öffentlichkeit mitteilen, um dadurch Bewerbungen zu generieren. Tun Sie das – allerdings in kleinen Häppchen. Und: Besonders komplizierte Themenfelder lassen Sie besser weg.

Ziel: Ihre positive kurze Botschaft als Überschrift in der Zeitung

Im besten Fall halten Sie Ihre positive Nachricht so kurz, dass sie sich als Überschrift in einer Zeitung eignet. Das ist beispielsweise dem Unternehmen Meurer aus Fürstenau, einem Betrieb der Verpackungsindustrie, gelungen. Mit der Überschrift „Meurer: Alle 20 Auszubildende erhalten Verträge“ wurde eine perfekte und einfache Botschaft an die Leser der Neuen Osnabrücker Zeitung gesendet. Junge Menschen und deren Familien, die sich gerade für Ausbildungsplätze interessieren, werden bei solch einer prägnanten Headline sicher ein Stück weiterlesen, wenn nicht sogar den gesamten Artikel.

Auch der Artikel selbst dürfte seine Ziele erreicht haben – weil Meurer folgende Komponenten darin eingebaut hat:

  • Der Personalleiter wird mit dem Satz zitiert, dass mit der Übernahme der Auszubildenden das Fundament für nachhaltiges Wachstum geschaffen werde. Dies erweckt zu Recht den Eindruck, dass man in diesem Ausbildungsunternehmen auf junge Menschen baut, die eine duale Ausbildung durchlaufen haben.
  • Es wird zudem eine 2. positive Nachricht untergebracht: Aktuell haben alle Prüflinge bei Meurer ihre Prüfungen bestanden. Auch das ist nicht selbstverständlich und deutet darauf hin, dass die Ausbildung eine hohe Qualität aufweist.
  • Zusammen mit der Information, dass insgesamt 47 Auszubildende beschäftigt sind, werden alle Berufe aufgezählt, in denen bei Meurer ausgebildet wird. Das sorgt für Klarheit beim Schulabgänger, der das Gefühl hat, solch wichtige Dinge vor einer Bewerbung nicht extra recherchieren zu müssen.
  • Letztlich steht im Abschlusssatz, dass die Einstellungsverfahren für das kommende Jahr laufen. Möglicherweise wird das den einen oder anderen Kurzentschlossenen dazu bewegen, sich noch für dieses Jahr zu bewerben.

 

Mit einfachen Mitteln viel erreichen

Das Beispiel zeigt, dass Ausbildungsmarketing im Bereich der Pressearbeit vor allem klug angelegt werden muss. Hohe Kosten können dabei vermieden werden. Deshalb rate ich auch Ihnen, einfache Botschaften an die Medien weiterzuleiten – und das etwa 4- bis 6-mal im Jahr. Verlieren Sie sich nicht zu sehr in Details, sondern sorgen sie für Kürze, Prägnanz und einfache Formulierungen. Darüber freuen sich übrigens auch Redakteure, die diese Kriterien ebenfalls schätzen.

Ein anderer Weg, um potentielle Azubis auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen, liegt darin, Veranstaltungen zu organisieren, um Schülern Ihre Firma besser vorzustellen. Lesen Sie hier weiter…

Autor: Martin Glania

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