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Recruiting
26.09.2018

Ab in die Berufsschule – mit dem Azubi-Mobil!

Ein Sicherheitsunternehmen aus Langensalza hatte eine besonders gute Idee, um Azubis anzulocken: Es schaffte ein sogenanntes Azubi-Mobil an. Mit diesem Fahrzeug dürfen die Auszubildenden künftig auf Firmenkosten den weiten Weg in die Berufsschule zurücklegen.

Es ist ein Argument, das für junge Menschen zählt: Wo findet eigentlich der Berufsschulunterricht statt? Das Problem: Gerade im ländlichen Raum schließen immer mehr Berufsschulen. Der Weg für viele Azubis wird weiter. Die ausschlaggebende Frage lautet also: Was können Sie tun, um einen eventuellen Standortnachteil auszumerzen?

Das Unternehmen Becker Sicherheitstechnik aus Langensalza hat sich bei dieser Frage etwas Besonderes einfallen lassen. Es bildet zurzeit 4 junge Menschen aus, die zur Berufsschule den weiten Weg nach Erfurt antreten müssen. Bislang mussten die Azubis ihre Fahrt selbst organisieren und bezahlen. Mit der Anschaffung des sogenannten Azubi-Mobils hat sich das geändert. Die Auszubildenden fahren jetzt mit einem Pkw auf Kosten des Ausbildungsunternehmens.

Tanken und Sauberkeit – 2 einfache Aufgaben mit nützlichem Effekt

Wenn sich ein Ausbildungsunternehmen schon so großzügig zeigt, dann ist es legitim, dass es 2 Bedingungen für die Nutzung des Azubi-Mobils stellt: Die Auszubildenden übernehmen das Tanken (auf Kosten des Ausbildungsunternehmens) selbst. Darüber hinaus sind sie für die Sauberkeit des Fahrzeugs verantwortlich.

Ein nützlicher Nebeneffekt: Diese Vorgehensweise trägt dazu bei, dass das Verantwortungsgefühl der jungen Menschen gestärkt wird. Die Azubis müssen die beiden Aufgaben organisieren und als Team dafür sorgen, dass sie erfüllt werden.

 

Die Vorteile liegen auf der Hand

Die Anschaffung eines Azubi-Mobils ist natürlich kostspielig, den Kosten stehen aber erhebliche Vorteile für alle Beteiligten gegenüber:

  1. Die Ausbildung wird für Bewerber attraktiver. Denn welches Unternehmen kann schon ein Azubi-Mobil bieten?
  2. Das Azubi-Mobil bietet genügend Fläche für werbeträchtige Schriftzüge wie z.B. „Azubi-Mobil: Die Zapfsäule bedienen wir – den Rest übernehmen unsere Chefs“ oder für einen aussagekräftigen Link wie www.unternehmensname.de/ ausbildung.
  3. Die Organisation der Ausbildung wird einfacher. Die Azubis können den direkten Weg zur Berufsschule nehmen und verlieren keine Zeit, was der Ausbildung selbst zugutekommt.
  4. Es gibt keine Ausreden mehr für Verspätungen, die (angeblich) auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzuführen sind.
  5. Azubis lernen, Verantwortung zu übernehmen in Sachen Sauberkeit, Kraftstoffverbrauch und Organisation (Wer fährt wann mit?).
  6. Die Ausbilder profitieren davon, zufriedene und entspannte Auszubildende um sich zu haben. Wer sich nämlich spendabel zeigt und die Ausbildungsorganisation samt Kostenersparnis unterstützt, steht bei seinen eigenen Auszubildenden hoch im Kurs. Das motiviert und macht gute Laune.
Autor: Martin Glania

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