0228–9550120 ausbildernews@vnr.de
©Marco2811 - stock.adobe.com
Ausbildungsqualität
22.08.2019

6 Schritte, durch die Sie Ausbildungsabbrüche verhindern

Wenn Sie von einem Auszubildenden überzeugt sind und ihn gerne halten würden, dann investieren Sie lieber zu viel als zu wenig, um einen Ausbildungsabbruch zu verhindern.

Sonst drohen folgende Nachteile für Ihren Betrieb:

Nachteil 1: Die Fachkraft wird Ihnen fehlen

Es ist nahezu unmöglich, dass Sie den entsprechenden Ausbildungsplatz adäquat nachbesetzen können.

Nachteil 2: Sie werden angezweifelt

Da Sie mitverantwortlich waren, die neuen Azubis auszuwählen, könnte Ihre Kompetenz auf diesem Gebiet intern infrage gestellt werden. Weil nicht jeder Kollege mitbekommen hat, dass es in den letzten Jahren viel schwieriger geworden ist, leistungsstarke Auszubildende einzustellen, fällt eine möglicherweise erhöhte Abbruchquote völlig ungerechtfertigt auf Ihre Person zurück.

Nachteil 3: Minuspunkte für das Ausbildungsmarketing

Ein Auszubildender, der seine Ausbildung abbricht, wird in aller Regel vorwiegend Negatives über die ersten Ausbildungsmonate erzählen. Investieren Sie Zeit in Ihre Auszubildenden Um Ausbildungsabbrüche zu verhindern, investieren Sie in Ihre Auszubildenden. Der wichtigste Faktor dabei? Ihre Zeit!

Nachteil 4: Erhöhter Zeitaufwand durch neue Suche von Auszubildenden

Die Ausbildungsplanung muss revidiert, ein erneutes Auswahlverfahren muss eingeleitet und erfolgreich durchgeführt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung gegen den Ausbildungsabbruch

  1. Nutzen Sie die Probezeit und beschäftigen Sie sich hier intensiv mit Ihren Auszubildenden, um auftretende Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen.
  2. Suchen Sie regelmäßig das Gespräch mit Ihren Auszubildenden– auch hier gilt: lieber einmal mehr als einmal zu wenig. Sprechen Sie an, was Ihr Auszubildender sich allein vielleicht nicht anzusprechen traut.
  3. Geben Sie regelmäßiges Feedback. Dieses hilft sowohl Ihnen als auch Ihrem Auszubildenden selbst, die Leistungen einzuschätzen, und stärkt bei positiver Rückmeldung die Bindung zum Ausbildungsbetrieb.
  4. Motivieren und unterstützen Sie Ihre Auszubildenden. Durch Lob und regelmäßige, klare Kommunikation ermutigen Sie Ihren Auszubildenden, Fragen zu stelen, und vermeiden Missverständnisse.
  5. Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Azubi Ziele fest. Etappenziele fordern den Azubi, erreichte Meilensteine motivieren.
  6.  Geben Sie selbst betrieblichen Unterricht. Schwächelt Ihr Azubi in der Berufsschule genau in dem Fach, das seit jeher Ihr Steckenpferd ist? Nehmen Sie sich die Zeit, selbst ein paar Stunden mit ihm zu lernen.
Ein Beitrag von Herrn Günter Stein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
Ein Tag, der sich lohnt: Vorteile eines Azubi-Austausches

Wenn sich mehrere Unternehmen verschiedener Branchen zusammenschließen, um den eigenen Auszubildenden einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen, hat das jede Menge positive Aspekte: Motivation, Erkenntnisgewinn und... Weiterlesen

23.10.2017
Wann ein Weiterbildungsstipendium infrage kommt

Wenn einer Ihrer Azubis mit seinem Berufsabschluss nicht zufrieden ist, weil er sich unterfordert gefühlt hat, dann ist die Gefahr groß, ihn zu verlieren. Er könnte sich einem anderen Unternehmen zuwenden, das ihm... Weiterlesen

23.10.2017
5 Tipps, um Konflikte erfolgreich zu erkennen und lösen

Kommt es innerhalb einer Ausbildung zu einem größeren Konflikt, dann sind Sie als Ausbildungsverantwortlicher gefordert. Das kann jede Menge Stress verursachen. Sie bekommen aber auch eine Chance, Ihre Position zu stärken und... Weiterlesen