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Ausbildungsqualität
17.01.2020

5 Tipps zum Umgang mit Mobbing in Ihrem Ausbildungsbetrieb

Ausbildungsbetriebe sind verpflichtet, Mobbing zu unterbinden. Mobbing benachteiligt nicht nur den gemobbten Azubi, sondern kann auch den Ausbildungsbetrieb teuer zu stehen kommen. Deshalb informieren Sie am besten Ihre Auszubildenden, dass Mobbing in Ihrem Ausbildungsbetrieb keinen Platz hat und unternehmen Sie die richtigen Schritte, um ein klares Signal gegen Mobbing in Ihrem Ausbildungsbetrieb zu setzen.

Führen Sie vorbeugende Gespräche zum Thema Mobbing

Ein Gespräch über Mobbing eignet sich besonders, wenn gerade wieder neue Auszubildende oder neue Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen ihre Arbeit aufgenommen haben. Gerade für Auszubildende, die manchmal noch nicht richtig einschätzen können, welches Verhalten richtig oder falsch ist, und vor allem, welches Verhalten bereits an Mobbing grenzt, kann ein informatives Gespräch sinnvoll sein. Diskutieren Sie Mobbing anhand eines Beispiels und bitten Sie Ihre Azubis um deren Einschätzung der Situation. Besonders einprägsam kann es dabei sein, Partei zu ergreifen oder verschiedene Beispielsituationen sogar anhand eines Rollenspiels darzustellen. Innerhalb der Gesprächsrunde sollten Sie allerdings klar verdeutlichen, dass Mobbing in Ihrem Ausbildungsbetrieb grundsätzlich nicht geduldet wird und welches Verhalten bereits als Mobbing gilt.

An diesen Merkmalen erkennen Sie Mobbing

Unter den Begriff Mobbing fallen verschiedene Handlungen, hierzu gehören beispielsweise:

  •  Verleumden von Mitarbeitern, Azubis oder deren
    Familien,
  • Verbreiten von Gerüchten
    über Mitarbeiter, Azubis oder deren
    Familien,
  • absichtliches Zurückhalten
    von arbeitsnotwendigen Informationen oder sogar Desinformation,
  • Drohungen und Erniedrigungen,
  • Beschimpfung, verletzende Behandlung, Hohn und
    Aggressivität,
  • unwürdige
    Behandlung durch Vorgesetzte, wie z. B. die
    Zuteilung kränkender, unlösbarer, sinnloser oder gar keiner Aufgaben,
  • Diskriminierungen, wie beispielsweise aus
    rassistischen, ausländerfeindlichen oder religiösen
    Gründen, die in mündlicher oder schriftlicher Form direkt oder sogar über die
    sozialen Medien geäußert werden, sowie
  • das systematische Ausgrenzen einzelner
    Mitarbeiter/Auszubildender. Auch das bewusste, gezielte und fahrlässige Herabwürdigen
    einer Person bis hin zur sexuellen Belästigung fällt unter Mobbing.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • unerwünschter Körperkontakt,
  • anzügliche Bemerkungen,
  • Kommentare und Witze zur Person,
  • Zeigen sexistischer und pornografischer Darstellungen (z. B. Pin-up-Kalender),
  • Aufforderung zu sexuellen Handlungen,
  • Andeutungen, dass sexuelles Entgegenkommen berufliche Vorteile bringen könnte. Wichtig: Was als sexuelle Belästigung gilt, wird durch das subjektive Empfinden der Betroffenen bestimmt! Machen Sie Ihren Azubis deshalb unbedingt klar, dass eine Aussage, die sie selbst als witzig empfinden, bei ihren Mitmenschen bereits eine persönliche Grenze verletzen kann.

Ein Beitrag von Bettina C. Zwez.

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