0228–9550120 ausbildernews@vnr.de
©krissikunterbunt - stock.adobe.com
Ausbildungsqualität
09.10.2019

4 Tipps für den Fall, dass Sie bei Ihrem Azubi eine Suchterkrankung vermuten

Alkohol, Marihuana, Aufputschmittel, Tabletten – die Palette an Möglichkeiten, eine Suchterkrankung zu entwicklen, ist gerade für junge Menschen groß. Fast automatisch haben sie mit dem einen oder anderen Suchtmittel zu tun. Dabei muss der gelegentliche Kontakt nicht schädlich sein. Im Fall einer Suchterkrankung sieht das allerdings anders aus. Denn wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine Krankheit.

Folgende 4 Tipps sind in Zusammenhang mit einer Suchterkrankung besonders wichtig für Sie:

  1. Tragen Sie im Verdachtsfall diskret Informationen zusammen und kontaktieren Sie Personen, die mit dem betroffenen Auszubildenden zu tun haben. Möglicherweise ist dann Entwarnung angesagt – oder der Verdacht erhärtet sich.
  2. Hat sich der Verdacht bestätigt, dann machen Sie sich rund um die entsprechende Suchterkrankung schlau: Worum geht es genau? Und vor allem: Wer kann dem Azubi helfen? Tragen Sie Adressen von Ärzten, Beratungsstellen, Spezialisten, Therapeuten und Therapiegruppen zusammen, um diese später an den Azubi weitergeben zu können.
  3. Konfrontieren Sie den Auszubildenden mit Ihren Erkenntnissen. Ziemlich sicher wird er alles abstreiten. Geben Sie ihm dann Zeit und sichern Sie ihm Hilfe zu. Argumentieren Sie etwa so: „Gerade im frühzeitigen Stadium kann man Ihnen noch helfen. Wir sollten daher reden, um gravierende Folgen zu vermeiden.“ Halten Sie die Hilfestellungs-Kontaktdaten bereit und händigen Sie ihm diese auf jeden Fall aus.
  4. Und ganz wichtig: Überschätzen Sie sich nicht. Sie können weder bei Drogen- noch bei Medikamenten- oder Alkoholmissbrauch als Fachmann agieren (es sei denn, Sie haben eine entsprechende Ausbildung). Daher ist es für Sie nicht möglich, dem Azubi direkt zu helfen.
Ein Beitrag von Martin Glania.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
So werden Sie als starker Ausbilder wahrgenommen

Auszubildende brauchen gute und starke Vorbilder. Als Ausbildungsverantwortlicher bzw. Fachausbilder sollten Sie genau diese Rolle einnehmen. Daher ist es wichtig, dass Sie an Ihren Schwächen arbeiten und Ihre Stärken... Weiterlesen

23.10.2017
Muss ich ein vorläufiges Ausbildungszeugnis ausstellen?

Frage: Eine Auszubildende, die wir nach der Ausbildung leider nicht übernehmen können (das weiß sie schon), möchte gerne ein vorläufiges Ausbildungszeugnis haben. Sie wünscht sich ein sogenanntes qualifiziertes Zeugnis, in... Weiterlesen

23.10.2017
Zickenalarm: Der richtige Umgang mit Streit unter weiblichen Azubis und Mitarbeiterinnen

Frage: Bei uns in der Abteilung knallt es immer wieder zwischen den weiblichen Azubis und mitunter dann auch meinen Mitarbeiterinnen. Das sind dann meist sehr langwierige und zermürbende Angelegenheiten. Der gehässige Kleinkrieg... Weiterlesen